Kommunalwahl in Heimsheim FWV: Alle vier Stadträte wollen weitermachen

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Die Kandidaten der Freien Wählervereinigung für den Gemeinderat. Foto: privat

Heimsheim - Einige Wechsel hat die Fraktion der Freien Wählervereinigung in Heimsheim in dieser Wahlperiode erlebt. Die einstigen Nachrücker, Stefan Adelmann und Michael Teichmann, sind in ihrer Rolle als Ratsherren aber längst angekommen und treten deshalb auch zur nächsten Gemeinderatswahl am 26. Mai wieder an. Gleiches gilt für ihren Fraktionskollegen Walter Müller und den Fraktionsvorsitzenden Andreas Wein.

„Schon als wir uns auf einer Versammlung erstmals darüber unterhalten haben, haben gleich alle spontan erklärt, dass sie weitermachen möchten“, berichtet Andreas Wein. „Das war noch bevor die Kandidatensuche überhaupt losging.“

Dem Maschinenbautechniker bereitet die Arbeit im Gremium noch Spaß: „Sonst hätte ich mich nicht aufgestellt.“ Was ihn besonders reizt, ist, „dass man in dem Ort, in dem man lebt, mitentscheiden kann, wo es hingeht“. Das sei auch sein Hauptargument bei der Gewinnung neuer Kandidaten: „Ihr könnt mitentscheiden, wie die Lebenswirklichkeit um euch herum sich entwickelt, das ist eine große Motivation.“

Liste in alphabetischer Reihenfolge

Für ihre Liste hat die Freie Wählervereinigung 14 Kandidaten gefunden, die sich in der Heimsheimer Politik engagieren möchten. Außer den vier amtierenden Ratsleuten sind nur zwei auf der Liste, die bereits für die Freie Wählervereinigung kandidiert haben: der Bürokaufmann Volker Steinke und der Betriebswirt Matthias Knappe. Alle anderen sind Neulinge.

„Unser Ziel war es, je 50 Prozent Männer und Frauen auf der Liste zu haben“, erzählt Wein. „Wir haben wirklich viel versucht und viele angesprochen, aber es ist uns leider nicht gelungen.“

Trotzdem habe man tolle Frauen gefunden – vier sind es insgesamt geworden –, „und in der Summe haben wir eine großartige Liste und sind froh über die Leute, die draufstehen“, sagt der Fraktionschef.

Die Listenaufstellung bei den Freien Wählern erfolgt seit 2004 in alphabetischer Reihenfolge. „Die Entscheidung für eine Gemeinderatskandidatur ist keine leichte“, so Wein. „Der Respekt für diese Entscheidung einer gebietet es aus unserer Sicht, dass alle Kandidaten mit den gleichen Voraussetzungen starten. Die Bedeutung der Reihenfolge der Listenplätze in einer Kommunalwahl wird aus unserer Sicht oft überbewertet.“ Auch die Heimsheimer CDU hat ihre Liste in alphabetischer Reihenfolge aufgestellt.

Themen wie Schleglerkasten und Breitband im Vordergrund

Kommunalpolitisch im Vordergrund steht das Thema Innenstadtentwicklung und damit auch die Schaffung von Rahmenbedingungen für seniorengerechte Wohnformen im Zentrum von Heimsheim, außerdem die Sicherstellung der ärztlichen Versorgung. „Die Nutzbarmachung des Schleglerkastens für die Heimsheimer ist uns ebenso ein großes Anliegen“, so Wein. „Auch das Thema Windkraft wird uns weiter beschäftigen.“

Weitere Themen sind der Breitbandausbau sowie der bedarfsgerechte Ausbau der Kinderbetreuungsmöglichkeiten. „Bei all diesen Themen dürfen wir die Finanzen nicht außer Acht lassen und müssen uns immer auch die Frage der langfristigen Finanzierbarkeit stellen.“ Wie schnell es abwärtsgehen könne mit den Einnahmen, habe man in der Wirtschaftskrise 2008/2009 gesehen. „Die nächste Wahlperiode wird spannend und herausfordernd werden.“

Die Kandidaten (in alphabetischer Reihenfolge): Stefan Adelmann, Roman Berner, Christiane Haake, Florian Hasenmaier, Matthias Knappe, Sabine Kupfer, Walter Müller, Ivonne Neher, Dirk Petersen, Martin Rühle, Volker Steinke, Michael Teichmann, Nicole Weeber, Andreas Wein

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