Kommunalwahl 2019 SPD Heimsheim: Junge Stadträtin auf dem ersten Platz

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Die Kandidaten der SPD Heimsheim. Nicht im Bild: Siegfried Schilling und Anna Damm Foto: SPD Heimsheim

Kommunalwahl - Ein Wechsel zeichnet sich bei der SPD in Heimsheim ab. Renate Niehaus, die seit 20 Jahren für die Sozialdemokraten im Gemeinderat sitzt, wird bei der nächsten Wahl im Mai nicht wieder antreten. Die beiden anderen SPD-Vertreter, der Fraktionsvorsitzende Rolf Vetter und Hannah Hensler, haben sich aber erneut aufstellen lassen. Die 31-jährige Wirtschaftsingenieurin Hensler steht auf Listenplatz eins, Rolf Vetter, Ruheständler und Vorsitzender beim TSV Heimsheim, auf Platz zwei.

„Ich werde jetzt 72 und denke, unsere Partei braucht dringend auch junge Leute“, sagt Renate Niehaus. Ihre Entscheidung, nicht wieder zu kandidieren, traf sie aber nicht sofort. Erst wollte sie abwarten, wie sich die Liste ihrer Partei entwickelt. „Ich habe geschaut: Braucht man mich unbedingt noch mal? Ich habe dann aber gesagt: Nein, es ist Zeit für einen Wechsel.“ Für die SPD-Liste haben sich „jüngere, engagierte und kompetente Kandidaten“ gefunden, „von denen sich einige seit Langem in Heimsheim engagieren“, sagt Niehaus. Nastasja Schmidt beispielsweise ist im Vorstand der Initiative für Kinder und Jugendliche (IKJ), Melek Turan ist stellvertretende Abteilungsleiterin beim TSV-Jugendturnen. „Das war für mich der Grund zu sagen: Ich kann aufhören“, so Niehaus. Zumal es für neue Kandidaten immer schwerer sei, ein Mandat zu erhalten, wenn alle aktiven Räte wieder antreten. „Ich werde aber weiterhin aktiv in der SPD sein und Hinweise von Bürgern weitergeben.“

Acht Frauen stehen auf der Liste

Für Rolf Vetter war es klar, dass er weitermachen möchte, berichtet er. „Wir haben viel angestoßen, jetzt ist es wichtig, dass wir dranbleiben. Ich würde die Zeit dafür gerne noch mal aufbringen.“ Zugleich wäre es auch schwer für den Ortsverband geworden, wenn von den drei amtierenden Räten gleich zwei ihren Abschied genommen hätten, sagt er.

Wie bei anderen Parteien und Wählerinitiativen stehen auch bei der SPD einige Neulinge auf der Liste, die noch nie für ein politisches Amt kandidiert haben. Das Verhältnis bei der SPD ist sieben zu sieben. Zudem haben sich acht Frauen für die Liste gefunden, worüber sich Renate Niehaus besonders freut. Laut Parteisatzung darf die SPD ihre Listenplätze nicht rein alphabetisch vergeben, trotzdem seien die meisten Plätze nicht nach einer inhaltlichen Gewichtung vergeben worden, erklärt Vetter. Nur die beiden Mandatsträger stehen gezielt auf den vordersten beiden Plätzen. „Ich habe gerne zugunsten der Jugend auf den ersten Platz verzichtet“, sagt Vetter. Auch im Folgenden stehen die weiblichen und männlichen Kandidaten jeweils abwechselnd auf der Liste.

Schwimmbad und Schleglerschloss auf der Agenda

Inhaltlich will sich die SPD unter anderem dem Erhalt des Schwimmbades und des Schleglerkastens widmen. Beide können aus unterschiedlichen Gründen nicht mehr genutzt werden und müssen erst umfangreich saniert werden. Nachhaltigkeit und bezahlbarer Wohnraum stehen ebenfalls ganz oben auf der Agenda wie auch sichere und barrierefreie Wege und Gebäude, Radwege in der Stadt und die Staffelung von Kindergartengebühren. Über die Busverbindung nach Renningen werde zurzeit, auf Initiative der SPD Heimsheim mit seiner Kreisrätin Margit Vetter, beim Landkreis verhandelt.

Wahlliste zur Gemeinderatswahl
: Hannah Hensler, Rolf Vetter, Sonja Attendorn-Morof, Christian Erbe, Anna Damm, Niklas Maier, Esther Henschen, John Patrick Mikisch, Cornelia Packmor, Siegfried Schilling, Nastasja Schmidt, Thomas Seibt, Anastasia Rast, Melek Turan

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