Kommunalwahl 2019 Die FDP will in Renningen mitgestalten

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Sie wollen in den Renninger Gemeinderat: Die Kandidaten der FDP. Foto: FDP

Renningen - Zum ersten Mal tritt die FDP in Renningen mit einer eigenen Liste zur Gemeinderatswahl an. Bestrebungen dafür hatte es schon früher gegeben, nur gab es nie ausreichend Kandidaten. Aus diesem Grund waren potenzielle Gemeinderäte aus den Reihen der Liberalen zum Teil auf anderen Listen angetreten. Nun aber haben die Freien Demokraten genügend Bewerber für eine eigene Liste beisammen. Spitzenkandidat ist der Wirtschaftsjurist Oliver Schmiedeberg (43). Der Listenzweite, der 73-jährige Wilhelm Schumm, ist in der Rankbachstadt kein Unbekannter. Unter anderem ist er einer der Sprecher der Bürgerinitiative Burg-Hummelbaum-Kindelberg, die sich für besseren Lärmschutz entlang der B 295 einsetzt. Andreas Weik (Platz 8) ist Referent im Büro des FDP-Bundestagsabgeordneten Florian Toncar.

Die Initiative für eine eigene Renningen-Liste ging vom Kreisverband aus, berichtet Oliver Schmiedeberg, der 2015 nach Renningen gezogen ist. „Wir haben gesagt: Wenn wir mindestens acht Kandidaten haben, stellen wir eine auf.“ Zehn sind es geworden, 22 hätten es maximal sein dürfen. „Mit dieser Liste sind wir aber gut aufgestellt“, findet er. „Wir haben ein breites Spektrum an Lebenserfahrung. Vom jüngsten (Morten Ohle, 21 Jahre) bis zum ältesten Kandidaten (Ulrich Thierhoff, 75 Jahre) liegen immerhin ganze 54 Jahre.“ Außerdem deckten die Bewerber breite berufliche Bereiche ab – vom Studenten über Handwerker, Beamte und Juristen bis hin zu Rentnern. „Auch wenn es klar ist, dass leider nicht alle in den Gemeinderat einziehen können, so können wir doch sagen, dass wir eine eingeschworene Truppe sind, die auch ohne Mandat zusammenhalten wird.“

Mehr liberales Denken in den Rat einbringen

Schmiedeberg, seit zehn Jahren Mitglied in der FDP, ist bei der vorangegangenen Kommunalwahl bereits in seiner damaligen Heimatstadt Sindelfingen für die Freien Demokraten angetreten. „Bei mir ist es so: Wo ich wohne, da möchte ich den Ort auch voranbringen, und das geht nur auf politischer Ebene.“ Als politischer Vertreter sei es dann wichtig, nach den besten Lösungen für alle zu suchen. „Ich sage nicht, dass in Renningen bisher alles falsch lief. Aber es gibt sicher noch ein oder zwei Stellschrauben, an denen man drehen kann.“

Zu den inhaltlichen Schwerpunkten der FDP in Renningen gehören Bildung und Kinderbetreuung, Bauen und Wohnen, Lärm und Umwelt. „Es soll mehr liberales Denken in den Gemeinderat eingebracht werden mit Respekt vor der persönlichen Freiheit der Bürger unter Berücksichtigung des Gemeinwohls“, so das Ziel der Kandidaten. Bekannte Themen der anderen Fraktionen, wie die unterirdische Anbindung der B 295 an die Leonberger Straße, eine Hesse-Bahn nur bis Weil der Stadt und betreutes Wohnen, haben sie ebenfalls auf der Agenda. Die Ersten sind sie allerdings, die sich so klar für ein weiteres Wohnbaugebiet, zum Beispiel am Bahnhof Renningen-Süd, aussprechen. Zudem streben sie ein Lehrschwimmbecken für die neue Sporthalle an. Dieses Ziel verfolgen auch die SPD und die Frauen für Renningen, bislang war es im Rat aus Kostengründen immer abgelehnt worden. Und die FDP-Kandidaten möchten das außerschulische Betreuungsangebot erweitern.

Kandidaten für den Gemeinderat Renningen: Oliver Schmiedeberg, Wilhelm Schumm, Dominic Braun, Claudia Weik, Robert Meldt, Pascal Bohner, Morten Ohle, Andreas Weik, Ulrich Thierhoff, Katrin Weiß

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