Kolumne Genuss-Sache Viel Liebe für Rosenkohl

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Man hasst oder liebt ihn: Rosenkohl. Foto: fkruger - stock.adobe.com/zkruger

Stuttgart - Ein neues Jahr, ein neuer Kalender, noch leere Seiten cremefarbenes Papier. Jetzt ist die beste Zeit für eine Inventur. Es gibt Leute, die halten sich an einen „Dry January“ und trinken keinen Alkohol. Manche rufen den „Veganuary“ aus und essen keine tierischen Produkte, sondern ernähren sich vegan. Der erste Monat eines jeden Jahres bedeutet auch, dass man die Festmahle durch karges Essen ersetzen sollte. Zumindest wollen uns das irgendwelche Werbe­tafeln weismachen.

Was muss alles aufgebraucht werden?

Es gibt eine andere Art des Kochens, aber nicht des Darbens, wenn man eine Inventur im Vorratsschrank macht. Was ist da, was muss dringend aufgebraucht werden? Dieses Viertelpäckchen Linsen, die getrockneten Kichererbsen, die offene Packung mit den Lasagneblättern. Und Reis ist auch noch übrig. All diese Zutaten sollten mit Gemüse kombiniert werden. Beispielsweise mit Rosenkohl, diesem Geschenk der Natur, zu dem man nicht keine Meinung haben kann. Man liebt oder hasst ihn. So wie Oliven oder Marmite. Die Zubereitung von Rosenkohl hat sich im Laufe der Jahre zum Glück sehr verändert. Man erinnert sich mit Grauen an die 1980er Jahre, als er in Mehlschwitzen-Soßen ertrank und keinen Hauch mehr um Hilfe betteln konnte. Der eigene Geschmack von Rosenkohl war futsch. Es soll Kantinen geben, die dieses schreckliche Erlebnis zu imitieren versuchen.

Das beste Rezept für Rosenkohl

Rosenkohl braucht nicht lange in der Pfanne. Wer möchte, kombiniert ihn schlicht mit Speck und Muskatnuss, kann ihn auch knackig als Salat (gut auch in Kombination mit Orangenfilets) servieren oder im Ofen rösten: Er kommt mit Sesamöl und Salz für circa 20 Minuten in den Backofen. Mit Ingwer, Chili, Zucker, Sojasoße, der Reisweinsorte Mirin und Reisessig wird eine Marinade im Topf hergestellt. Dann den Rosenkohl mit der Marinade in einer Schüssel schwenken. Dazu passt der Reis aus dem Vorratsschrank, der schon lange aufgebraucht gehört.

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