Kirche in Coronazeiten Ein Hoffnungszeichen in schwerer Zeit

Von
Ein Kreuz an dem die Menschen ihre Sorgen abladen, aber auch Hoffnung schöpfen konnten, gestaltete den Kirchplatz aus. Foto: privat

Rutesheim - Ostern zu feiern ist in diesem Jahr erneut nicht leicht gewesen. Das ging auch der evangelischen Johanneskirchengemeinde in Rutesheim nicht anders. „Nachdem Corona den Planungen für die Ostergottesdienste einen Strich durch die Rechnung gemacht hat, war schnell klar: Eine Alternative soll her“, sagt die Rutesheimer Pfarrerin Angelika Rühle im Rückblick.

Den Karfreitags- und Ostergottesdienst konnte man von zu Hause aus online zwar mitfeiern, doch ein sichtbares Zeichen im Freien sollte auch darauf hinweisen: Ostern wird in jedem Fall gefeiert, stand für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Gottesdienstteams „For all“ fest. So entstand die Idee das Umfeld der Johanneskirche österlich zu gestalten.

Bereits auf dem Weg zur Kirche war das dunkle Grab auf den Kirchentreppen visualisiert. Auf dem Kirchplatz der Johanneskirche war ein großes, schwarzes Kreuz auf den Boden gemalt. Am Karfreitag und Karsamstag waren die Menschen eingeladen, solche Dinge stellvertretend am Kreuz abzulegen, die sie belasten oder traurig machen: Stöcke, Steine oder Ähnliches, um dem Karfreitag und Karsamstag ein stilles Symbol zum Anfassen zu geben.

Am Ostermorgen wurde ausgeräumt und man konnte gespannt sein, was Neues entsteht. Am Ostersonntag war das Kreuz sonnenstrahlend, sprühend und in voller Blüte zu sehen und das bisher dunkle gestaltete Grab erstrahlte jetzt ganz hell. Es war ein Hoffnungszeichen dafür, dass das Grab leer und Jesus auferstanden ist. Deshalb kann neues Leben wachsen.

Als Zeichen dafür konnten die Menschen bei dem Kreuz Blumen mit Kreide malen, Papierblumen basteln, eigene Blumen und Zweige ablegen und sich eine andere Blume mit nach Hause nehmen. So entstand trotz Abstand über Ostern ein gemeinschaftliches kunterbuntes Kreuz.

„Viele Menschen, insbesondere Familien sind bei ihrem Osterspaziergang an der Kirche vorbeigegangen, haben sich von der Aktion inspirieren und erfreuen lassen“, sagt Theresa Rathfelder, die sich auch in dem Gottesdienstteam engagiert.

Strohgäu Leonberg Rutesheim Weil der Stadt Renningen Weissach Enzkreis-Gemeinden

Sonderthemen