Kino und Corona Weiler Sommernachtskino ist in Planung

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Seit 1973 gehört Wolfgang Mareczek das Kino-Center in Weil der Stadt. Foto: Simon Granville

Weil der Stadt - Die scheinbar ganz große Konkurrenz in Leonberg, eine monatelange coronabedingte Schließung – Wolfgang Mareczek, Besitzer und Betreiber des traditionellen, familiären und für seine Urigkeit bekannten Kino-Centers in der Weil der Städter Badtorstraße 21, bleibt gelassen. Den offiziellen Kino-Start am 1. Juli lässt er lieber sausen. „Ich traue der Geschichte noch nicht so ganz, ob man da überhaupt schon öffnen kann, deshalb warte ich noch etwas.“ Mitten in Weil der Stadt hat der 70-Jährige insgesamt vier Säle – mit 169, 71, 47 und 45 Sitzplätzen. Zudem gibt es noch die Kulisse in der Daimlerstraße 4, ganz in der Nähe des Bahnhofs.

Im Juli soll Sommernachtskino starten

Mareczek, der das Kino seit 1973 betreibt, spricht in der Regel ein Publikum 40 plus an, das gerne ohne großen Trubel auch mal außergewöhnliche Filme anschauen möchte. „Zuletzt waren es auch vermehrt Familien, die es eher ruhig und überschaubar haben wollten. Dazwischen ist eine Lücke, denn die jungen Leute bevorzugen die großen Kinos.“

Sollte er Mitte Juli wieder aufmachen, wird der Kinobetreiber zweigleisig fahren. Im kleinen Gärtchen vor der Kulisse plant Mareczek ab dem ersten oder zweiten Juli-Wochenende wieder sein Sommernachtskino, das er seit mehr als zehn Jahren veranstaltet. Auch im Corona-Sommer 2020. „Normalerweise geht das immer so sechs Wochen lang bis August, doch vergangenes Jahr haben wir bis in den September hinein Filme gezeigt. Die Leute sind gerne draußen gesessen.“ Das will er auch in diesem Jahr so handhaben, wenn die Temperaturen es hergeben. Bei schlechtem Wetter kann er im Nu entscheiden, dass der Film in den Saal, der 100 Zuschauer fassen kann, verlegt wird. Unter Corona-Bedingungen darf er allerdings nur 50 Gäste begrüßen.

Die Popcorn-Produktion muss laufen

Die Film-Auswahl hat Wolfgang Mareczek noch nicht zusammengestellt. „Für das Sommernachtskino gibt es in der Regel ein komplettes Programmheft. Das ist momentan wenig sinnvoll, ich werde eher von Woche zu Woche planen.“ Doch eines weiß er jetzt schon: „Blockbuster funktionieren in dieser Atmosphäre nicht, das müssen schon anspruchsvollere Filme sein.“

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Um alles nach der langen Pause wieder ins Rollen zu bringen, benötigt der Kinobetreiber keine lange Vorlaufzeit. „Ich muss das Personal akquirieren, die Räume durchputzen, die Popcorn-Produktion sicherstellen, das ist eine Geschichte von paar Tagen.“ Bereits während der Schließungsphase war Mareczek regelmäßig im Büro, um die Technik zu überprüfen.

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