Kindergarten Wimsheim wird 50 Konzept und Gebäude wandeln sich ständig

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Nahezu alle Wimsheimer Kinder besuchen den Kindergarten. Foto: Andreas Gorr

Wimsheim - Besucht uns mal im Kindergarten“, sangen die Wimsheimer Kids lautstark zur Begrüßung und viele Erwachsene waren der Einladung gefolgt. So mancher mag sich dabei an seine eigene Kindergartenzeit am selben Platz erinnert haben. Denn Anlass für den Tag der offenen Tür war das 50-jährige Bestehen der Einrichtung am Mühlweg, in direkter Nachbarschaft zur Grundschule gelegen.

So, wie sich die pädagogischen Konzepte im Laufe der Jahrzehnte verändert haben, so ist auch das Gebäude selbst einem Wandel unterworfen. Denn es wurde immer mehr Platz benötigt.

140 Kinder in acht Gruppen

1969 zog der Kindergarten Wimsheim von der Kirche in das damals neu errichtete Gebäude. Es steht heute noch und wird jetzt „Altbau“ genannt. Dieser Teil der Anlage unterscheidet sich aber nicht von den anderen, neueren Häusern der gemeindeeigenen Einrichtung, denn er wurde immer wieder umgebaut und zuletzt in den Jahren 2014/15 saniert. Ein „Schmetterlingshaus“ für neu aufgenommene oder frisch aus der Krippe übergewechselte Kinder wurde angebaut, und im Jahr 2012 wurde schließlich ein eigener Krippen-Trakt errichtet für die Betreuung von ein- bis dreijährigen Kindern.

Heute werden in Wimsheim rund 140 Kinder in acht Gruppen von 31 Fachkräften betreut. Während für alle Kinder die verlängerte Öffnungszeit bis 14 Uhr gilt, können 20 Kinder auch ganztags betreut werden. Zusätzlich gibt es an drei Vormittagen eine Spielgruppe für Kleinkinder.

Nicht nur die Gebäude müssen immer wieder den sich ändernden Anforderungen angepasst werden, etwa mit Schlafräumen für die Kleinen und Küchen für das warme Mittagessen. Auch ein Teil des Außenbereichs wurde vor Kurzem neu gestaltet und auf die aktuellen Sicherheitsstandards ausgebaut. Außerdem haben sich die Betreuungszeiten, die Gruppengrößen und der Personalschlüssel im Laufe der Jahre stark verändert, sagte der Bürgermeister Mario Weisbrich. „Die Kinderbetreuung ist die größte Aufgabe der Gemeinde“, so Weisbrich.

Pläne für eine Erweiterung

Die Kindergartenleiterin Esther Selbonne managt die größte Abteilung der Gemeindeverwaltung. „Über die Hälfte unserer Mitarbeiter sind hier beschäftigt“, so Weisbrich. Laut dem Bürgermeister besuchen nahezu alle drei-bis siebenjährigen Kinder den kommunalen Kindergarten. Es sei abzusehen, dass die vorhandenen Plätze bei gleichbleibender Entwicklung künftig nicht mehr ausreichen. Deswegen arbeite man bereits an einer Konzeption für eine mögliche Erweiterung.

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