Kinderbetreuung in Rutesheim Einen Kindersegen gibt es auch in Perouse

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In dem Gebäude links, in dem heute die Feuerwehr ist, war auch die Perouser Verwaltungsstelle untergebracht. Foto: Stadt Rutesheim

Rutesheim - Zwei weitere Tapirs, also Betreuung von Kleinkindern in anderen geeigneten Räumen, dieses Mal in Perouse und eine weitere Gruppe im Obergeschoss des Kindergartens Goethestraße in Rutesheim einzurichten, stehen gegenwärtig auf dem Programm der Stadtverwaltung. Die Umbauarbeiten sind in vollem Gange. Wo viele Kinder sind, werden auch reichlich Betreuungsplätze für diese benötigt. An dieser Binsenweisheit kommt auch Rutesheim nicht vorbei. Und so hat der Gemeinderat grünes Licht gegeben, das Ganztagsangebot für die Betreuung von Kindern unter und über drei Jahren weiter auszubauen.

Vom 1. März an soll eine Tapir-Gruppe in der früheren Verwaltungsstelle in Perouse einziehen. „Zeichnet sich weiterer Bedarf ab, soll eine solche auch im Obergeschoss des Kindergartens Perouse eingerichtet werden“, sagt der Erste Beigeordnete Martin Killinger. Beide können jeweils sieben Betreuungsplätze anbieten. „Für die Tapir-Gruppe in der ehemaligen Verwaltungsstelle ist das Personal bereits vorhanden und am 19. Februar ist ein Elternabend für Interessierte vorgesehen“, freut sich Killinger. Hier wird eine Ganztagsbetreuung angeboten. Die Trägerschaft für die Tapirs übernimmt der Tages- und Pflegemutterverein Leonberg. Deren Mitglieder betreuen die Kinder in der Regel bei sich zu Hause, doch es gibt auch die Möglichkeit, dafür Tagespflege in anderen geeigneten Räumen anzubieten – daraus leitet sich die Abkürzung Tapir ab.

Öffnungszeiten wie die Kita

Die andere mögliche Tapir-Gruppe im Obergeschoss des Kindergartens Perouse wird sich an den Öffnungszeiten des Kindergartens orientieren. Der Kommunalverband Jugend und Soziales (KVJS), der die Funktionsgenehmigung erteilt, hat bei einem Ortstermin im Oktober 2019 aufgrund der räumlichen Gegebenheiten in der früheren Verwaltungsstelle Perouse nur maximal sieben Plätze im Tapir genehmigt und alternativ die Möglichkeit vorgeschlagen, hier eine „halbe Kindergartengruppe“ mit maximal zwölf Plätzen einzurichten und zu betreiben.

Für die Kinderbetreuung steht außer den in den 80er Jahren erbauten Räumen der früheren Verwaltungsstelle des Waldenserortes auch die Zweizimmerwohnung im Obergeschoss des örtlichen Kindergartens zur Verfügung. Die ist derzeit an eine Einzelperson vermietet. Allerdings ist die Nutzfläche im Obergeschoss deutlich kleiner als die im Erdgeschoss. Deshalb sind hier die Räume für eine weitere Kindergartengruppe zu klein.

64 statt 50 Plätze

Die Alternative wäre eine Ganztagesbetreuung im Kindergarten gewesen, mit der Folge, dass dann die Gruppengröße zwingend von aktuell 25 Plätzen je Gruppe auf nur noch 20 Plätze reduziert wird – und Kinder nach Rutesheim in die Kita müssten. Mit den zwei Tapirs erhöht sich die Kapazität von bislang 50 Plätzen auf 64 Plätze in Perouse und davon sind sieben mit Ganztagsbetreuung.

Die nächste Baustelle, die auch am 1. März beendet sein soll, ist das Obergeschoss des Kindergartens in der Rutesheimer Goethestraße. Auch in der Kernstadt ist der Bedarf nach Ganztagsbetreuung gestiegen. Abhilfe soll der 2017 für rund 900 000 Euro sanierte und ausgebaute Kindergarten in der Goethestraße schaffen. Hier wurde im Obergeschoss zusätzlich ein Turn- und ein Besprechungsraum geschaffen. Doch bald musste hier eine Krippengruppe einziehen.

Strenge Vorschriften

Nun soll hier Platz für eine Ganztagsgruppe für Über-Dreijährige geschaffen werden. Wegen strengerer Vorschriften des baden-württembergischen Sozialministeriums müssen zwei zusätzliche Toiletten und Waschbecken eingebaut werden. Das eröffnet nun auch den Vorteil, dass die Kinder im Obergeschoss sanitär versorgt werden können und nicht die Sanitärräume im Erdgeschoss mitbenutzen müssen. Das kommt auch den drei Gruppen im Erdgeschoss zugute.

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