Höfingen Wo sollen die Zebrastreifen hin?

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Die Bürger können sich noch bis 15. August beteiligen. Foto: Pixabay

Leonberg - Höfingen soll für Fußgänger sicherer werden. Das ist der Ansatzpunkt für das Projekt „Sichere Straßenquerungen – 1000 Zebrastreifen für Baden-Württemberg“, über das die Stadt Leonberg als eine von sechs Modellkommunen vom Land gefördert wird.

Dort hatte sich Leonberg mit der Höfinger Ortsmitte und der Stuttgarter Straße Ende des vergangenen Jahres beworben, kam aber nur mit Höfingen zum Zuge. „Ausschlaggebend für die Förderung im Rahmen des Aktionsprogramms waren dabei der in sich geschlossene Planungsbereich, vor allem aber die Vielfalt der örtlichen Gegebenheiten und Bedarfe“, teilt die Stadtverwaltung mit. Denn neben vier Kindertageseinrichtungen und einer Grundschule zählen zu diesem Planbereich eine Werkstatt und ein Wohnheim für beeinträchtigte Menschen sowie verschiedene Einkaufsmöglichkeiten, die Ortschaftsverwaltung oder das Kurfiß-Gebäude mit Stadtbücherei-Zweigstelle.

Gefahren melden, Wünsche äußern

Doch wo sollen die Zebrastreifen jetzt hin? Hier können sich die Bürger noch bis Samstag, 15. August, einbringen. Auf einer interaktiven Karten können sie etwa melden, wo beispielsweise gefährliche Stellen sind und wo sie sich Querungshilfen wünschen. Es gibt auch die Möglichkeit, vorhandene Einträge zu kommentieren. Die interaktive Karte findet sich im Internet auf www.leonberg.de/zebrastreifen.

Es gibt auch andere Beteiligungsmöglichkeiten. So nimmt auch die Höfinger Ortschaftsverwaltung zu den Öffnungszeiten Hinweise persönlich oder am Telefon entgegen. „Vorbehaltlich der weiteren Entwicklung der Corona-Pandemie sind im Herbst weitere Bausteine wie die Beteiligung der Schule sowie ein Ortsrundgang mit der Bürgerschaft geplant“, teilt die Stadtverwaltung mit.

Parallel werde auch das nicht geförderte Vorhaben in der Stuttgarter Straße weiterverfolgt. Noch im Oktober plane man hier einen Bürgerworkshop. „Unser Ziel ist eine Stärkung des Fußverkehrs im gesamten Stadtgebiet“, sagt Oberbürgermeister Martin Georg Cohn (SPD). Zu Fuß unterwegs zu sein, sei integraler Bestandteil der Mobilitätskette. Dies wolle man noch stärker in das Bewusstsein von Politik und Öffentlichkeit rücken.

Verkehr ist gezählt, auch zu Fuß

Im Rahmen des Zebrastreifen-Projekts erhalten die Leonberger Planer Hilfe durch das Land, etwa in Form eines Fachbüros. Das gleiche Büro soll auch das Vorhaben Stuttgarter Straße begleiten. Zur Vorbereitung wurden im gesamten Stadtgebiet verschiedene Verkehrserhebungen durchgeführt. So wurde etwa in Höfingen in der Zeit vom 29. Juni bis zum 1. Juli der Fußverkehr gezählt. Auf dieser Grundlage erfolgen die weiteren Planungen.

Videobasierte Verkehrserhebungen an elf Knotenpunkten im Stadtgebiet fanden am 30. Juni und am 1. Juli statt. Am 7. Juli wurden an weiteren sieben Knotenpunkten Verkehrsdaten erhoben. Die hierbei gewonnenen Daten zeigten Verkehrsströme und -mengen auf, erklärt die Stadtverwaltung. Sie dienten einerseits als Grundlage für ein Mobilitätskonzept und andererseits dem Aufbau einer „Regionalen Mobilitätsplattform“ zur Steuerung des überregionalen Verkehrs. Bei der Regionalen Mobilitätsplattform werden die an der A8/A81 gelegenen Kommunen ihre Verkehrsrechner zusammenschließen, um etwa durch koordinierte Ampelschaltungen den Verkehr zu dosieren.

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