Hitzewelle im Altkreis Keine Sorge bei Festle-Veranstaltern

Von Sophia Herzog
Bei Hitze hilft: viel trinken, aber möglichst nichts Eiskaltes. Foto: dpa/Karl-Josef Hildenbrand

Rekord-Temperaturen und strahlender Sonnenschein: Eine Hitzewelle rollt auf Deutschland zu. Für Leonberg sind für die kommende Woche aktuell Höchstwerte von 36 Grad angesagt, in den anderen Kommunen des Altkreises sieht es nicht anders aus. Ausgerechnet an Tagen, an denen man eigentlich gerne alle Rollläden herunterlassen würde, sind in der Region so einige Feste und Veranstaltungen geplant. Wie bereiten sich Veranstalter auf die Temperaturen vor – und wie können sich Besucher schützen?

Weil der Stadt setzt auf Schatten und Wasser

Richtiges Sommerfeeling gibt es in Weil der Stadt bei der dritten Ausgabe des Strandsommers, der an diesem Samstag startet und den Marktplatz bis in den August in eine Strandbar verwandelt. Immerhin: Auch die Temperaturen passen nun zum Konzept. In Vorbereitung auf die Hitze setzt die Stadt auf „Schatten und Wasser“, berichtet Citymanager Markus Wagner.

Gerade sei man dabei, noch mehr Schirme für den Schutz vor der Sonne zu organisieren. Außerdem will man einen Pavillon aufstellen, in dem ein Gerät für Sprühnebel befestigt ist. „Da können unsere Besucher dann für eine kurze Erfrischung durchlaufen.“ Auch eine Badewanne im Strandbereich hält Wagner für möglich. Für den weiteren Schutz der Besucher habe man außerdem Rücksprache mit dem DRK gehalten und könne bei medizinischen Notfällen den Notarzt verständigen.

In Merklingen und Weissach bereitet Hitze keine Sorgen

Im benachbarten Teilort Merklingen wird beim traditionellen Straßenfest am Samstag gefeiert. „Ich mache mir wegen jeder Kleinigkeit Sorgen“, berichtet Reinhard Kaller, Vorsitzender des veranstaltenden Sängerbundes. „Aber nicht wegen der Hitze.“ Schlimmer wäre ein Gewitter, sagt er. Obendrein prophezeit der Wetterbericht für Samstag aktuell noch Temperaturen unter 30 Grad. Auf eventuelle Hitze sei man aber gut vorbereitet, habe genug Sonnenschutz und kühle Getränke.

Gekühlt wird nicht nur mit einzelnen Wagen, den Veranstaltern steht auch das Kühlhaus des lokalen Metzgers zur Verfügung. Glück für die Merklinger ist außerdem die Lage des Straßenfests: Der Festplatz ist umgeben von Häusern, die reichlich Schatten spenden können. „Wir haben in der Vergangenheit schon öfter bei Hitze gefeiert“, so Kaller. Dann habe sich das Fest erfahrungsgemäß immer erst gegen 18 Uhr gefüllt. Bei Notfällen setzt Kaller auf die Feuerwehr: „Die hat 200 Meter Anfahrt.“

In der Gemeinde Weissach wird am Sonntag das fünfzigjährige Jubiläum des Zusammenschlusses der beiden Teilorte gefeiert. Besondere Vorkehrungen ob der angekündigten Hitze habe man aber nicht getroffen, erklärt Hauptamtsleiterin Christine Kules. Von vornerein Teil des Konzepts seien Schirme gewesen, die vor der Bühne auf dem Parkplatz der Strudelbachhalle Schatten spenden. Bei Notfällen kann das DRK eingreifen.

Viel trinken und Sonne meiden

Und was können die Besucher tun? Michael Lohfink, der Bereitschaftsarzt des Leonberger DRK-Ortsvereins, empfiehlt besonders: direkte Sonneneinstrahlung vermeiden, etwa mit einer Kopfbedeckung, die auch Ohren und Nacken schützt, und besonders zur Mittagszeit lieber Siesta machen. „Die gesunden Nieren regeln den Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt, deshalb sind elektrolythaltige Getränke wichtig.“ Bei Hitze tendiere man zwar dazu, besonders zu kalten Getränken zu greifen – besser seien aber lauwarme Flüssigkeiten. Erwachsene und vor allem Kinder sollten sich außerdem ausreichend mit Sonnencreme schützen.

Drohen doch einmal der Hitzeschlag oder die Hitzeerschöpfung, sollte man sich sofort aus der Sonne bewegen und dann die Körpertemperatur mit Wadenwickeln senken. Treten allerdings Kopfschmerzen, Schwindel oder gar Erbrechen auf, rät Lohfink: „Den Notarzt rufen.“

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