Heiner Eiss wird 75 Der Blick über den Tellerrand

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Dabei ist Heiner Eiss, der sein Handwerk in Top-Häusern in der Schweiz gelernt hat, bei Weitem nicht nur auf sein eigenes Geschäft fixiert. Schon seit Jahrzehnten engagiert er sich in führenden Ehrenämtern im Hotel- und Gaststättenverband. Entsprechend weiß Eiss auch, dass die meisten seiner Kollegen ganz ähnliche Probleme haben wie er selbst.

Die bestehen vor allem aus dem fehlenden Personal. Gerade für die Küche wird es immer schwieriger, geeignete Leute zu finden. Die Arbeit ist anspruchsvoll, und das zu Zeiten, in denen die meisten anderen frei haben. „Manche Koch-Azubis treten ihre Stelle erst gar nicht an“, sagt Eiss.

Pause an den ruhigeren Tagen

Die Auswirkungen sind auch im Hotel Hirsch zu spüren. Zum ersten Mal überhaupt hatte das Restaurant in den ersten Januartagen geschlossen. „Durch die Weihnachtszeit und die Feiertage waren sehr viele Überstunden und Sondereinsätze angefallen“, berichtet der Geschäftsleiter Rainer Contala. Um bei der Dienstplanung wieder ins Gleichgewicht zu kommen, wurden die traditionell weniger stark frequentierten Tage am Jahresanfang genutzt. „Unsere Hotelgäste wurden natürlich versorgt“, sagt Contala. „Ab der kommenden Woche starten wir wieder voll durch.“

Rainer Contala, der die Juniorchefin Nadja Eiss in der Geschäftsleitung unterstützt, ist einer von jenen langjährigen Mitarbeitern, die fast Familienstatus haben. Ohne sie, so sagen Hildegard und Heiner Eiss, wäre ein Unternehmen dieser Größenordnung gar nicht mehr zu führen.

Doch mit vereinten Kräften, daran zweifelt in der Hindenburgstraße niemand, werden die Weichen für das nächste närrische Jubiläum des Hauses gestellt: das 222-jährige Bestehen.

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