Heimsheimer Haushalt Kosten für Betreuungspersonal verdoppeln sich

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Heimsheim hat 2021 einige hohe Ausgaben vor sich. Foto: Pixabay/moerschy

Heimsheim - Der Heimsheimer Haushalt ist unter Dach und Fach. Der Gemeinderat hat den Entwurf der Kämmerei in seiner aktuellen Form abgenickt. Die Politiker hatten in der vorangegangenen Sitzung nämlich noch ein paar Änderungen vorgenommen und einerseits auf einzelne Posten verzichtet, andererseits neue Posten hinzugefügt.

Unter anderem wurden auf Wunsch der Freien Wählervereinigung für einen energetischen Sanierungsfahrplan für die Ludwig-Uhland-Schule 10 000 Euro zusätzlich eingeplant, auf einen Antrag der Bürger für Heimsheim hin 25 000 Euro, das Geld für eine Halbtagsstelle, für ein Monitoring im Bereich Bau- und Grünordnung. Die SPD möchte für 10 000 Euro einen Trimm-dich-Pfad anlegen lassen. Der größte neue Posten sind 50 000 Euro für das Schleglerschloss Heimsheim, die die Freie Wählervereinigung beantragt hatten. Ob dieser Betrag 2021 ausgegeben wird, ist aber noch offen, er sollte nur vorsichtshalber eingestellt werden, falls die Planungen am Schleglerkasten doch schneller vorangehen als gedacht. Den Rotstift setzte der Rat bei den anstehenden Rathaussanierungen an. Die Planungen dafür sollen zunächst verschoben werden, rund 200 000 Euro werden dadurch „eingespart“. 50 000 Euro werden trotzdem dringend fürs Rathaus benötigt, um einen neuen Server zu beschaffen.

Rücklage bereits auf fünf Millionen Euro geschrumpft

Darüber hinaus entspricht der Haushaltsplan dem im Januar vorgelegten Entwurf. Demzufolge muss die Stadt 2021 wohl zum ersten Mal seit 1998 Schulden aufnehmen und benötigt zudem einen großen Betrag aus der eigenen Rücklage, die seit 2019 bereits von rund zwölf Millionen auf fünf Millionen Euro geschrumpft ist. Je nachdem, ob die Stadt Fördergelder für bestimmte Projekte erhält, lässt sich die Kreditaufnahme aber vielleicht noch einmal abwenden.

Die Steuereinnahmen werden im Jahr 2021 auf 8,1 Millionen Euro geschätzt, das sind fast zwei Millionen weniger als 2019. Die Gesamteinnahmen für die Stadt liegen mit 12,7 Millionen Euro mehr als drei Millionen unter den Einnahmen von 2019. Dem gegenüber stehen stetig wachsende Ausgaben im Bereich Verwaltung, und bei Investitionen. Hohe Ausgaben sind zum Beispiel im Bereich Personal in der Kinderbetreuung nötig, diese steigen von 1,8 Millionen (2019) auf 3,7 Millionen Euro (2021). 1,8 Millionen Euro sind allein 2021 für den neuen Bauhof eingeplant, 750 000 für den Radweg nach Perouse und 670 000 Euro für die Stadtkernsanierung.

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