Heimsheim Nastassia Di Mauro will Bürgermeisterin werden

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Nastassia Di Mauro möchte Bürgermeisterin von Heimsheim werden. Foto: privat

Heimsheim - Der Bürgermeister von Heimsheim, Jürgen Troll, bekommt Konkurrenz: Die Hauptamtsleiterin der Gemeinde Marxzell im Kreis Karlsruhe, Nastassia Di Mauro, hat just ihre Bewerbung für die Bürgermeisterwahl in Heimsheim am Sonntag, 25. April, abgegeben. Sie ist damit die erste Gegenkandidatin des amtierenden Rathauschefs, die ihre Bewerbung öffentlich bekannt gegeben hat.

Nastassia Di Mauro kommt ursprünglich aus dem Kreis Tuttlingen und ist vor wenigen Jahren nach Marxzell gezogen. Ihre genaue Berufsbezeichnung dort: Fachbereichsleiterin Bürgerservice und Zentrale Dienste. Nach der Schule machte sie zunächst eine Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten. „Ich dachte mir aber, das soll es nicht gewesen sein“, erzählt die 32-Jährige und machte daher noch eine Weiterbildung zur Verwaltungsfachwirtin, vergleichbar mit dem Abschluss Bachelor im Bereich Verwaltung, um noch weiter voranzukommen. Doch auch dabei wollte sie es nicht belassen.

„Als Bürgermeisterin kann man viel verändern“

„Als Hauptamtsleiterin sehe ich tagtäglich, was in Kommunen nicht funktioniert, wenn es um Kommunikation geht oder darum, seinen Blickwinkel auch mal zu ändern“, erzählt sie. „In meinem Amt kann man schon einiges bewegen, aber man hat auch seine Grenzen. Als Bürgermeisterin kann man einfach viel mehr erreichen und verändern. Und das ist mein Wunsch, dazu gibt es für mich keine Alternative“, sagt sie bestimmt.

Die Wahl in Heimsheim ist seit ihrer Entscheidung ihre erste Kandidatur als Bürgermeisterin. In mehrerer Hinsicht fühlt sie sich hier bestens aufgehoben: „Es war mir wichtig, mich in einer kleineren Gemeinde zu bewerben mit 5000 bis maximal 10 000 Einwohnern, weil ich nah an den Menschen sein wollte.“ Auch Marxzell hat ähnliche Einwohnerzahlen wie Heimsheim.

„Es ist eine wundervolle Stadt“

Zum anderen scheinen ihre persönlichen Stärken und Ziele in Heimsheim auf fruchtbaren Boden zu fallen. Denn hier bestehe augenscheinlich das Problem einer nicht idealen Kommunikation der Verwaltung mit Bürgern und Gemeinderäten, berichtet Nastassia Di Mauro. Aus genau dem Grund zumindest seien einige Betroffene gezielt auf sie zugekommen und hätten sie zu eine Kandidatur in Heimsheim animiert.

Nach ersten Kontakten und Besuchen ist sie begeistert. „Es ist eine wundervolle Stadt, und alle Gespräche, die ich mit den Menschen hier hatte, waren durchweg positiv. Wir haben beschlossen, dass wir diesen Weg gemeinsam gehen wollen.“

So geht es weiter

Der Wahlausschuss befindet am Montag, 29. März, – an diesem Tag endet auch die Bewerbungsfrist – offiziell über die Rechtmäßigkeit der eingegangen Bewerbungen, die mit der Sitzung öffentlich gemacht werden. Am Dienstag entscheidet der Gemeinderat in öffentlicher Sitzung darüber, ob und in welcher Form die Stadt eine Kandidatenvorstellung veranstaltet. Die Verwaltung schlägt einen Termin zwischen dem 13. und 16. April vor. Sollte eine Präsenzveranstaltung wegen Corona nicht möglich sein, steht alternativ ein Live-Stream zur Diskussion.

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