Handball-Verbandsliga TSF-Abwehr lässt den Gegner gewähren

Von
Die TSF Ditzingen leisten sich im ersten Heimauftritt der Saison eine Niederlage. Foto: dpa

Ditzingen - Es gibt einiges aufzuarbeiten bei den TSF Ditzingen. Das hat der Trainer Jörg Kaaden nur wenige Minuten nach dem Abpfiff des Spiels gegen den TV Oeffingen angekündigt. Denn eines ist klar: Sollten 35 Gegentore pro Partie auch nur annähernd zum Standard werden, dann gewinnt die Mannschaft in dieser Saison nicht mehr viele Spiele.

Ditzingen zeigt sich schwach in der Abwehr

„Das Abwehrverhalten war desaströs“, gab der Übungsleiter zu Protokoll. „Wir haben da alles vermissen lassen, was Härte und Zusammenspiel im Kollektiv angeht. Da müssen sich einige hinterfragen, was sie in der Beziehung angeboten haben.“ Die schwache Defensivleistung zog sich durch wie ein roter Faden. Die ersten Gegentreffer bekamen rund 80 Zuschauer gar nicht mit, da sie noch vor der Halle in der Schlange standen. Der Einlass verzögerte sich wegen der Überprüfung des Corona-Status und der Aufnahme der Kontaktdaten.

Nach zunächst immer wieder ausgeglichenem Spielstand gelang es den Gastgebern, die verletzungsbedingt auf Dennis Zwicker (Strecksehnenriss am Finger) verzichten mussten und auch in den nächsten Wochen müssen, gegen Ende des ersten Durchganges dennoch, sich leicht abzusetzen. Florian Ruoff traf zum 15:12 (26.). Dann verpassten es die TSF Ditzingen, den Vorsprung auszubauen. Trotz Überzahl gelang kein Treffer. Yannick Hüther scheiterte per Siebenmeter an Marco Schreiner, Simon Bauer verkürzte sogar noch auf 13:15. „Wenn wir da auf vier oder fünf Tore weggehen, sieht es am Ende vielleicht anders aus“, sagte Jörg Kaaden.

Ein Gedanke, den der Coach angesichts des Auftrittes nach der Pause ganz schnell zu den Akten legte. Trotz Fehleransprache in der Kabine war keine Besserung im Abwehrverhalten in Sicht. Statt aktiv an den Gegner heranzugehen, wichen die Ditzinger eher ein paar Schritte zurück. Die TSF-Keeper Michael Biehl und später auch Sebastian Neff konnte deshalb nicht viel ausrichten. Bis zur 37. Minute hatte Oeffingen den Spieß zum 20:17 umgedreht.

TSF kassieren zu viele Zeitstrafen

Jörg Kaaden nahm schon früh eine Auszeit, die erhoffte Wirkung ließ auf sich warten. Eben weil die Ditzinger Spieler vor dem eigenen Kreis oftmals viel zu spät dran waren, kassierten sie Zeitstrafen – alleine fünf in den letzten 20 Minuten. Dank einer passablen Angriffsleistung blieben die Gastgeber dennoch im Spiel. Nach einem Vier-Tore-Rückstand (19:23) kämpften sie sich bis zur 50. Minute wieder bis auf einen Treffer heran (27:28). Bezeichnend: Als der Ausgleich in der Luft lag, musste Lukas Hölzel für zwei Minuten auf die Bank. Oeffingen spielte die Überzahl aus. Markus Lang gelang von rechts außen das 31:29.

Die Gastgeber versuchten in den letzten zwei Minuten, das Blatt mit offener Manndeckung noch zu wenden. Oeffingen ließ sich jedoch nicht verunsichern und bügelte mit dem 35:32 die Heim-Auftaktniederlage gegen die HSG Schönbuch aus.

TSF Ditzingen: Biehl, Neff, Hönninger (7/3), Falkenburger (1), Haselbauer (2), Hölzel (3), Kienle (1), Dömötör, Bartels (1), Hüther (8/3), Ruoff (2), Bohnen (2), Bauer, Ruffner (5).

Strohgäu Leonberg Rutesheim Weil der Stadt Renningen Weissach Enzkreis-Gemeinden

Sonderthemen