Handball SV zündet mal kurz ein Feuerwerk

Von Nathalie Mainka
Christoph Hönig (rechts) zieht die Fäden im Spiel des SV. Foto: Andreas Gorr

Leonberg - Mit einem 29:26-Heimsieg gegen die Sportfreunde Schwaikheim hat Handball-Württembergligist SV Leonberg/Eltingen ein weiteres Etappenziel erreicht. „Dieses und die nächsten zwei Spiele gegen Albstadt und in Wolfschlugen sind entscheidend“, sagte SV-Trainer Christian Auer nach der Partie. „Wenn wir alle drei gewinnen, kann es eine gute Runde für uns werden.“

Doch fast hätten die SF Schwaikheim den Gastgebern den Schneid abgekauft. Die gut 220 Zuschauer im Leonberger Sportzentrum sahen eine ausgeglichene erste Halbzeit, in der sich die Gäste gegen den Favoriten kämpferisch präsentierten, stets ein Tor vorlegten und zur Halbzeitpause mit 14:13 vorne lagen. „Schwaikheim hat es in dieser Phase geschafft, unser Tempospiel in der zweiten Welle zu bremsen. Was wir gezeigt haben, war ein Angsthasenhandball, wir haben nicht mit Mut in die Lücken gespielt“, so Auer. Die Kabinenansprache von Christian Auer nach 30 Minuten Spielzeit zeigte die erhoffte Wirkung. „Ich ziehe den Hut vor meiner Mannschaft, dass sie so gut zugehört und meine Anweisungen umgesetzt hat.“

Die Gastgeber lösen die Handbremse

Wenige Minuten nach dem Wiederanpfiff lösten die Gastgeber die Handbremse und überzeugten bei einem Rückstand von 14:15 mit vier schnellen Toren in Folge. Der starke Andreas Binder eröffnete das Feuerwerk, Nico Isenberg, Christoph Hönig und Felix Wiederhöft sorgten binnen weniger Minuten für eine 18:15-Führung. Schwaikheims Trainer Frank Schmid musste später den Erfolg des Gegners neidlos anerkennen. „In diesem Moment waren wir zu ungeduldig, verloren zu früh den Ball und haben Leonberg wieder ins Spiel gebracht“, analysierte er. „Wir wussten, dass es schwer werden würde und wissen, wie stabil die Leonberger Mannschaft mit einem guten Kreisläufer-Zusammenspiel und den entsprechenden Shootern im Rückraum mittlerweile ist.“

Nach dieser schnellen Führung zu Beginn der zweiten Hälfte war der SV Leonberg/Eltingen mit einer stabilen Abwehr und schnellen Zügen wieder voll da und zeigte, warum er gerade ganz vorne in der Tabelle mitmischt und nach einer 25:28-Niederlage des VfL Waiblingen beim TSV Wolfschlugen gar den Spitzenplatz eingenommen hat.

Schwaikheims Gegenwehr war gebrochen. Die Gäste brachten phasenweise sieben Feldspieler auf den Platz, um den Druck im Angriff zu erhöhen. Was nicht gelingen sollte. Im Gegenteil: In der 39. Minute verloren die Gäste den Ball an Andreas Binder, der diesen direkt vom Kreis im hohen Bogen ins leere gegnerische Tor zur 20:16-Führung zielte. Auch eine Manndeckung für Christoph Hönig und Lars Neuffer brachte nicht den gewünschten Erfolg.

Ein Sieg ist Gold wert

Der SV Leonberg baute bis zur 45. Minute den Vorsprung zum 25:19 aus und brachte den Vorsprung bis zum Schlusspfiff sicher über die Ziellinie. „Ein Sieg in dieser Phase ist Gold wert“, betonte Christian Auer, der auch aus den beiden folgenden Spielen mit einer positiven Bilanz gehen will. Dann werden voraussichtlich auch wieder Philip Schückle und Marius Hufnagel mit von der Partie sein. SV Leonberg/Eltingen: Schneider, Rigl, Binder (6), Zimmermann (2), Wiederhöft (5), Kutzner, Wanner, Neuffer (2/1), Hönig (4/1), Ulrich (7), Fischer, Rühle, Klatte, Isenberg (3)

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