Handball Leonberg/Eltingen riskiert viel – und gewinnt

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Die Württembergligisten (im gelben Trikot der Leonberger Christoph Hönig) begeistern die Zuschauer im Sportzentrum. Foto: Andreas Gorr

Leonberg - Nichts für schwacher Nerven ist der Handball-Krimi am Samstagabend im Leonberger Sportzentrum gewesen. Die beiden Württembergligisten, Gastgeber SV Leonberg/Eltingen und die SKV Oberstenfeld, boten eine Leistung auf höchstem Niveau, hielten vom Beginn an bis zum Schlusspfiff das Tempo hoch und lieferten sich ein hartes Duell auf Augenhöhe. Die heimischen Zuschauer waren begeistert, vor allem, als die Gastgeber erstmals in der 54. Spielminute durch einen Treffer von Philip Schückle in Führung gingen. In den Schlussminuten leistete sich Oberstenfeld dann einige Fehlwürfe, die den SV Leonberg/Eltingen schließlich auf die Siegerstraße brachten. Stand es zur Halbzeitpause noch 13:13, hatten die Gastgeber im Schlussspurt einen drei-Tore-Vorsprung zum 29:26 herausgeholt. Damit bleiben sie im Rennen um die vordersten zwei Tabellenplätze – zumal der bisher direkte Konkurrent TSV Schmiden bei der HSG Fridingen/Mühlheim mit 28:29 Federn ließ.

Leonbergs Trainer Tobias Müller war begeistert von der Vorstellung seiner Mannschaft: „Da war alles drin, was ein gutes Handballspiel ausmacht, das war mega intensiv, und am Ende haben wir vielleicht etwas mehr riskiert als der Gegner.“ Sein Trainerkollege aus Oberstenfeld, Michael Walter, zeigte sich als fairer Verlierer: „Das war ein kampfbetontes Spiel, unterm Strich waren vier bis fünf Kleinigkeiten entscheidend, Glückwunsch an die Leonberger, sie haben sich den Sieg verdient, denn wir haben in den letzten Minuten die Bälle weggeworfen.“

Spielerische Tore

Dabei war es die SKV Oberstenfeld, die gleich zu Beginn in Führung ging und diese auch bis kurz vor Schluss halten konnte. Die erzielten SKV-Tore durch den ehemaligen Ditzinger Hannes Eisele und Timo Strauch sahen spielerisch aus. Phasenweise zogen die Gäste in der ersten Hälfte mit vier Toren davon. Doch der SV Leonberg/Eltingen hielt dagegen – auch dank der starken Leistung von Torhüter Dominik Koch und Kreisspieler Jakob Ulrich, der immer zur Stelle war und die Bälle sicher im Tor unterbrachte. Die SV-Abwehr präsentierte sich über weite Strecken von ihrer besten Seite. Gekämpft wurde mit harten Bandagen – auf beiden Seiten. Manchmal experimentierte Coach Tobias Müller viel – brachte in einer Phase sieben Feldspieler – und lud Oberstenfeld zu zwei Treffern ins leere Tor ein. Doch der intensive Einsatz wurde belohnt. Zur Halbzeitpause hatte sich der SV Leonberg/Eltingen wieder zum 13:13 herangekämpft.

Der SV Leonberg/Eltingen weiß, was auf dem Spiel steht

Auf hohem Niveau ging es in der zweiten Hälfte weiter. Die SKV Oberstenfeld war immer einen Schritt voraus, lag in der 41. Minute erneut mit vier Toren vorne. Doch der SV Leonberg/Eltingen wusste, was auf dem Spiel stehen könnte und biss sich mit hohem Einsatz zurück. Christoph Hönig erzielte in der 46. Minute den viel umjubelten 22:22-Ausgleich. Das Kopf-an Kopf-Rennen ging in die letzte Phase, in der die Gastgeber noch einmal alles in die Waagschale legten. Was Tobias Müller jetzt allerdings gar nicht passt, sind die drei Wochen Pause bis zum letzten Saisonspiel am 4. Mai zu Hause gegen die HSG Fridingen/Mühlhausen. „Nichts ist wichtiger als der Rhythmus, aber in dieser Zeit haben die Gegner die Möglichkeit, Fehler zu machen.“ SV Leonberg/Eltingen: Koch, Binder, Auer (7/5), Nicolau, Baumgartl, Wanner, Neuffer (4/1), Hönig (4), Ulrich (7), Fischer (1), Hörsting (1), Schückle (5).

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