Handball in Leonberg Wieder nichts im Sonntagsspiel

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Jakob Ulrich (re.) stemmt sich gegen Jan Fuhrmann – doch Oberstenfeld findet immer wieder die Lücken. Foto: Avanti/Ralf Poller

Leonberg - Eigentlich will er gar nichts von einem möglichen Sonntagsfluch wissen. Doch an den Fakten kommt auch Tobias Müller, der Trainer des SV Leonberg/Eltingen nicht vorbei. Zum vierten Mal in dieser Württembergliga-Saison musste sein Team nun an diesem ungeliebten Spieltermin antreten. Zum vierten Mal hat der Gegner die Punkte behalten. Der SKV Oberstenfeld setzte sich mit 33:28 (18:14) durch. Für Müller hatte das allerdings nichts mit dem Sonntag zu tun: „Oberstenfeld hat am obersten Leistungslimit gespielt. Wir sind da nicht herangekommen. Der Gegner hatte auf alles eine Antwort.“

Der Gegner hatte zudem in Yannick Zieker einen starken Rückhalt zwischen den Pfosten. „Das war heute eine geschlossene Mannschaftsleistung. Aber Yannick muss man herausheben. Es war überragend, wie er die ganz Freien, in denen Leonberg Konter gelaufen ist, gehalten hat“, sagte der SKV-Trainer Michael Walter. Sein Gegenüber richtete den Blick auf die eigenen Spieler. „Unsere Fehlerquote im Wurf war einfach zu hoch. Wenn man acht oder neun Freie verwirft, kann man nicht gewinnen.“ Ob Philip Schückle, Marius Hufnagel, Dominik Fischer oder David Zimmermann – die Abschlussschwäche zog sich durch die Mannschaft wie ein roter Faden. Dazu kam in einigen Szenen auch eine ordentliche Portion Pech dazu. Hufnagel scheiterte von rechts gleich mehrfach an Pfosten und Latte. Einzig Lars Neuffer, der elfmal (davon ein Siebenmeter) traf, kam auf eine gute Quote.

Zu viele Lücken in der Abwehr

Die Gäste liefen von Beginn an einem Rückstand hinterher. Nach 16 Minuten war der bereits auf 6:11 angewachsen. Und das obwohl Fabian Rigl eine „ordentliche Torhüterleistung“ (Müller) ablieferte. Weil aber die Abwehr auf nahezu allen Positionen anfällig agierte, kam Oberstenfeld vom Rückraum, am Kreis und über die Außen regelmäßig zu seinen Treffern.

Die beste Phase erwischte der SV Leonberg/Eltingen gleich nach dem Wechsel, als die Mannschaft den 14:18-Rückstand innerhalb von sechs Minuten zum 20:20 ausglich. Weil aber erneut gute Chancen liegen blieben, um in Führung zu gehen, setzten sich die Gastgeber gleich wieder auf 27:22 ab. Tobias Müller vermisste in der Folge bei seinem Team die letzte Überzeugung und den unbedingten Willen, das Spiel noch zu drehen.

An den kommenden beiden Wochenenden ist die Mannschaft nun spielfrei. Dann wird der Endspurt mit zehn verbleibenden Partien eingeläutet. Die gute Nachricht dabei: Nur noch zweimal, an den beiden letzten Spieltagen der Saison Anfang Mai, muss der SV Leonberg/Eltingen sonntags ran.

SV Leonberg/Eltingen: Schneider, Rigl, Binder, Auer (1), Baumgartl, Kutzner, Neuffer (11/1), Hufnagel (3), Ulrich (5), Fischer, Rühle, Isenberg, Zimmermann (4), Schückle (4).

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