Handball in Leonberg und Ditzingen Das Altkreis-Trio hat alles in eigener Hand

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Es zwickt im Rücken: Der Leonberger Andreas Binder (Mitte) muss gegen Schwaikheim voraussichtlich passen. Foto: Andreas Gorr

Leonberg/Ditzingen - Die Einführung der neuen Ligen­struktur (eingleisige Württembergliga, zweigleisige Verbands­liga) in der kommenden Saison macht die an diesem Wochenende beginnende Rückrunde zu einer besonderen. Ambitionen, sich zu qualifizieren, haben mehr Teams als es Plätze gibt. Die Männer des SV Leonberg/Eltingen sind auf Kurs, die TSF Ditzingen müssen in der Landesliga noch eins nach vorne rutschen, und die Leonberger Frauen sind etwas überraschend mitten drin im Rennen um einen Platz in der Verbandsliga.

Württembergliga Nord, Männer

SV Leonberg/Eltingen (6.) – SF Schwaikheim (8.)

Für die Qualifikation zur eingleisigen Württembergliga und damit mindestens Platz sieben müssten 30 Punkte reichen. Das jedenfalls glauben der SV-Trainer ­Tobias Müller und der sportliche Leiter des SV Leonberg/Eltingen, Werner Neuffer. In der Rückrunde müssten es also zwei Zähler mehr werden als in   den bisherigen 13 Partien. Das Haupt­augenmerk liegt auf den Duellen mit den    direkten Konkurrenten. Aus diesem Grund kommt schon dem Heimspiel am Samstag (20 Uhr) besondere Bedeutung zu. Im Falle eines Sieges ist der Gegner schon vier Punkte hintendran.

Allerdings: das Hinspiel wurde mit 21:24 verloren. Vor allem der Schwaikheimer Keeper Stefan Doll hatte den Leonbergern den Zahn gezogen. Eine gewisse Anspannung bei seinem Team sei nicht zu leugnen, sagt Tobias Müller, sieht das aber nach dem guten Auftritt beim Vorbereitungsturnier des TV Bittenfeld als positives Zeichen. Mit der Kamera ­zugegen war dort auch Schwaikheims Trainer Heiko Burmeister. Ob ihm seine filmischen Aufzeichnungen tatsächlich weiterhelfen, ist fraglich. Zum einen fehlten Spieler wie Philip Schückle, Dominik Fischer und Andreas Binder. Zum anderen liebäugelt Tobias Müller mit taktischen Varianten, mit denen er den Gegner vor unerwartete Aufgaben stellen will.

Wie in Birkenfeld muss er jedoch ­voraussichtlich auf Andreas Binder verzichten, dem ein Hexenschuss zu schaffen macht. Im linken Rückraum wird voraussichtlich Schückle aushelfen müssen. Das Spiel sollen David Zimmermann und Chris Auer machen.

Landesliga Staffel 1, Männer

Neckarsulmer SU II (12.) – TSF Ditzingen (5.)

Alles andere als einen optimalen Saisonstart legten die Landesliga-Handballer der TSF Ditzingen im vergangenen September hin. Im Heimspiel gegen den Aufsteiger Neckarsulmer Sport-Union hatte die Mannschaft um Trainer Jörg Kaaden den Sieg fest eingeplant. Am Ende verließen sie das Feld mit einer bitteren 22:25-­Niederlage. Etwas verschnupft ist Kaaden bereits vor der Partie gewesen, denn Ditzingen wollte, weil einige Spieler an dem Wochenende verhindert waren, die Partie auf einen anderen Termin verschieben. die Neckarsulmer lehnten ab. Der TSF-Coach braucht ob dieser Hintergründe seine Mannschaft nicht sonderlich zu motivieren. „Wir haben in Neckarsulm noch eine Rechnung offen“, sagt Kaaden. Die Partie beim Drittletzten der Landesliga wird am Sonntag um 15 Uhr in der Pichterichhalle in Neckarsulm angepfiffen.

Das erste Pflichtspiel in diesem Jahr, der Verbandspokalwettbewerb, lief am vergangenen Montag nicht rund für die Ditzinger. Beim TV Altenstadt, dem Schlusslicht der Württembergliga Süd, gab’s in der Runde der letzten acht eine 22:23-Niederlage. „Wir sind überhaupt nicht aus den Startlöchern gekommen, vor allem die erste Halbzeit war richtig zäh, wir haben uns zu wenig bewegt und leisteten uns zahlreiche technische Fehler“, sagt Kaaden rückblickend. Jetzt lautet die Devise, aus diesen Fehlern zu lernen. Der Kader ist, mit Ausnahme des langzeit­verletzten Max Remmler, komplett.

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