Handball in Leonberg SV tankt Selbstvertrauen

Von Andreas Klingbeil
Philip Schückle: ständiger Unruhefaktor am gegnerischen Kreis. Foto: /Andreas Gorr

Leonberg - Zwei Wochen Zeit für den Feinschliff haben sie beim SV Leonberg/Eltingen noch, bevor das erste Punktspiel in der Württembergliga gegen den HV RW Laupheim (18. September, 20 Uhr) auf dem Plan steht. Nach den letzten Ergebnissen könnte manch einer auf die Idee kommen, dass das gar nicht mehr nötig ist. Gegen die SG H2Ku Herrenberg gab’s unter der Woche ein 26:26, jetzt ließen die Schützlinge von Trainer Chris Auer zur offiziellen Saisoneröffnung im Sportzentrum Leonberg ein 27:24 gegen den HC Neuenbürg folgen – beides Gegner, die eine Klasse höher in der Baden-Württemberg-Oberliga spielen.

Für die Mannschaft, aber auch für alle Außenstehenden, ordnete der Übungsleiter diese Ergebnisse ein: „Wir sind immer noch in der Vorbereitung und dürfen die Nase nicht zu hoch halten. Es ist nicht wichtig, dass wir einen Oberligisten geschlagen haben. Aber Selbstvertrauen dürfen wir uns mit diesen Resultaten holen. Ich will, dass wir eine gute Leistung zeigen.“

Zeitstrafe gegen den Trainer

Genau das tat die Mannschaft von Beginn an. Lars Neuffer begann stark, traf aus dem rechten Rückraum viermal, Leonberg machte aus dem 2:2 ein 5:2 und führte nach etwas über zehn Minuten mit 7:4. Das schien die Nerven des gegnerischen Trainers Erkan Öz doch einigermaßen zu strapazieren. Nach der zweiten Zeitstrafe gegen Mattes Meyer kriegte er sich gar nicht mehr ein und schimpfte an der Seitenlinie, bis auch er mit zwei Minuten belegt wurde.

Der SV Leonberg/Eltingen nutzte die doppelte Überzahl und erhöhte auf 9:4. Erst ein Kempa-Tor zum 5:9, erzielt von Jonas Kraus bei einfacher Unterzahl, brachte Neuenbürg zurück ins Spiel. Die Gastgeber ließen freie Würfe liegen, schlossen teilweise aber auch zu früh und unvorbereitet ab. Die Folge: beim 12:13 (26.) lagen sie erstmals hinten. Mit 15:15 ging es in die Pause.

Erst Rückstand, dann Sieg

David Zimmermann übernahm die Rolle des Spielmachers für Christoph Hönig, Andreas Binder kam halblinks für Tobias Rühle. Leonberg geriet mit bis zu drei Treffern in Rückstand, bewies in dieser Vorbereitung aber einmal mehr, dass das Kollektiv funktioniert und sich derzeit nicht so leicht aus der Ruhe bringen lässt. Zimmermann glich zum 20:20 aus (44.).

In den letzten zehn Minuten agierte der SV konsequenter, machte aus dem 23:23 einen Sieg mit drei Toren Differenz. Neuenbürg half dabei mit. Nach etwas mehr als 57 Minuten holte sich Alexandru Vulpe die Rote Karte ab, nachdem auch er nach einer Zeitstrafe gegen sich weiter meckerte. SV Leonberg/Eltingen: Schneider, Rigl, Binder (3), Zimmermann (3), Wiederhöft (2), Kutzner, Wanner 81), Neuffer (6/1), Hönig (1), Hufnagel (3), Ulrich (2), Rühle (1), Klatte (1), Schückle (4).

Auch das Leonberger Frauenteam, das in der Verbandsliga auf Punktejagd geht, bekam es zur Saisoneröffnung mit einem klassenhöheren Gegner zu tun. Gegen den Württembergliga-Vertreter HC Schmiden-Oeffingen stand am Ende eine 27:28-Niederlage. Nach dem 9:15-Pausenrückstand kämpften sich die Leonbergerinnen wieder heran und hielten die Partie bis zum Ende offen. Ein Siebenmeter in den Schlusssekunden führte schließlich zur Niederlage. Die für die Baden-Württemberg-Oberliga qualifizierte weibliche B-Jugend des SV Leonberg/Eltingen hatte zuvor den TV Sinsheim mit 34:18 (19:7) bezwungen. SV Leonberg/Eltingen: A. Glaser, Müller, Schmid (1), Hettich (4), Herrmann (3/1), Nagy (5/5), Andrae (2), Delic (4), Steiner, Feller, M. Glaser, Conzelmann (8), Szomolay.

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