Handball in Leonberg Der Verlierer bleibt verständnislos zurück

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Die Trainer Chris Auer (links) und Veit Wager (rechts) haben Diskussionsbedarf. Foto: Gorr

Leonberg - Als Philip Schückle 45 Sekunden vor Schluss beim Stand von 24:25 der Ball aus der Hand fiel und der Gast aus Wolfschlugen unverhofft noch einen Angriff starten konnte, nahm das Unheil für den SV Leonberg/Eltingen seinen Lauf. Die Ereignisse überschlugen sich, beziehungsweise die letzten Sekunden mutierten zum Diskussionsmarathon. Der TSV-Abschluss ging daneben, der Trainer Veit Wager hatte die grüne Karte für die Auszeit gelegt, die Schiedsrichter entschieden zunächst auf Zwei-Minuten-Strafe gegen Lars Neuffer, der während des gegnerischen Wurfes gestoßen haben soll, und auf Siebenmeter.

Diskussion vor dem Zeitnehmertisch

Dann passierte sportlich erst einmal gar nichts. Es wurde vor dem Zeitnehmertisch diskutiert. Nach drei langen Minuten endlich die Entscheidung. Es blieb bei der Zeitstrafe – Lars Neuffer beteuerte nach der Partie, den Gegner gar nicht berührt zu haben –, der Siebenmeter wurde zurückgenommen. Ballbesitz für Wolfschlugen, und Patrick Kohl machte mit dem 26:24 alles klar.

Zurück blieb ob der Schiedsrichterentscheidung ein verständnisloser Leonberger Trainer Chris Auer, der schließlich Protest gegen die Spielwertung einlegte. Die Aussichten auf Erfolg dürften gering sein.

Mit dem Auftritt seiner Mannschaft in der leeren Halle – Zuschauer waren wegen der steigenden Corona-Zahlen von Vereinsseite aus nicht zugelassen – war der Coach durchaus zufrieden. „Ich bin mega stolz auf die Jungs. Sie haben einen guten Kampf geliefert gegen ein Team, das zu den Top 3 zählen wird“, sagte Auer.

Beide Teams auf Augenhöhe

Tatsächlich war es ein ausgeglichenes Spiel, in dem beide Mannschaften starke und etwas schwächere Phasen hatten. Die Gastgeber starteten besser, lagen mit 4:1 und 7:4 vorne. Als dann teilweise zu unvorbereitet abgeschlossen wurde, machte Wolfschlugen aus einem 6:8 eine 11:8-Führung (23.). Den Pausenrückstand (12:14) glich die Heimmannschaft schnell aus. Per Siebenmeter erzielte Lars Neuffer in der 43. Minute mit dem 18:17 erstmals wieder die Führung für die seine Farben.

Es blieb eng bis zum Schluss. Der Vizemeister der vergangenen Saison in der Württembergliga Staffel Süd legte ein 24:22 vor, Leonberg/Eltingen glich zum 24:24 aus, und das, obwohl David Zimmermann auch noch leichtfertig einen Siebenmeter per Heber vergeben hatte. Die Halle mit Zuschauern hätte in der sogenannten Crunchtime vermutlich gekocht. Und Lars Neuffer ist sich sicher: „Die Fans fehlen. Sie würden uns pushen und hätten uns in der Endphase noch einmal einen ordentlichen Schub gegeben.“

SV Leonberg/Eltingen: Rigl, Schneider, Binder (3), Zimmermann (6), Kutzner, Wanner (2), Neuffer (6/4), Hönig, Hufnagel (2), Ulrich (1), Rühle, Klatte, Schückle (2), Isenberg (2).

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