Handball in Leonberg 33:24 trotz hoher Fehlerquote

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Durchschlagskräftige Alternative für den Rückraum rechts: Robin Hörsting. Foto: Andreas Gorr

Leonberg - Es ist nicht so einfach, glaubhaft zu verkaufen, dass die Leistung der eigenen Mannschaft nicht unbedingt das Gelbe vom Ei war, wenn sie den Gegner gerade mit neun Toren Vorsprung nach Hause geschickt hat. Genau vor diesem Problem stand der Leonberger Trainer Tobias Müller nach dem Spiel gegen den TSV Altensteig. „Mit der Art und Weise, wie der Sieg gegen eine wahnsinnig ersatzgeschwächte Altensteiger Mannschaft zustande gekommen ist, bin ich nicht einverstanden“, sagte der Coach nach der Partie gegen das Schlusslicht.

Dass nach 60 Minuten ein 33:24 auf der Anzeigetafel stand, lag letztlich nicht an der Leonberger Stärke, sondern daran, dass den Gästen in beiden Hälften nach rund 20 Minuten Kondition und Konzentration ausging. So entstand aus einem 9:9 (23.) bis zur Pause ein 14:10, und so wurde aus einem 22:20 (43.) bis zum Abpfiff ein 33:24. „Die letzten 10, 15 Minuten brechen uns meistens das Genick. Da leisten wir uns zu viele Fehler“, bilanzierte Altensteigs Interimstrainer Marc Meier.

Freie Bahn am Kreis

Eine ungewohnt hohe Fehlerquote hatten aber auch die Gastgeber. Mal war es ein Fangfehler von Dominik Fischer, mal vertändelte Philip Schückle den Ball, mal produzierte Christian Auer einen Fehlpass. Dann standen Latte und Pfosten bei freien Wurfchancen im Weg, und die Defensive ließ sich in der ersten Hälfte mehrfach zu weit herauslocken, so dass Altensteig freie Bahn am Kreis hatte.

Bereits nach siebeneinhalb Minuten nahm Müller eine Auszeit, er wechselte munter hin und her – ohne Erfolg. Erschwerend kam hinzu, dass Lars Neuffer, der sich in der Nacht von Donnerstag auf Freitag über die Geburt seines zweiten Kindes freuen durfte, nach einem Pferdekuss schon früh nicht mehr weitermachen konnte. Nach einem verworfenen Siebenmeter hatte der Kapitän die ersten drei Leonberger Tore erzielt. Vor allen Dingen in der zweiten Hälfte zeigte dann Robin Hörsting, dass er zu einer echten Alternative im rechten Rückraum werden kann. Der Linkshänder traf fünfmal.

Die letzten Minuten entschädigten für den zuvor mäßigen Auftritt. Die Gastgeber fanden zu dem von Tobias Müller geforderten Tempospiel. Drei Gegenstöße in Folge (zweimal Patrick Nicolau, einmal Philip Schückle) brachten die Vorentscheidung zum 27:21 (51.). Danach hatte Leonberg leichtes Spiel.

SV Leonberg/Eltingen: Schneider, Koch, Rilling, Binder (2), Auer (8/5), Nicolau (2), Baumgartl, Biela (2), Neuffer (3), Hönig (4), Ulrich (1), Fischer, Hörsting (5), Schückle (6).

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