Handball Die WM beeinflusst so manches Training

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Der Kieler Hendrik Pekeler (rechts) und Jannik Kohlbacher von den Rhein-Neckar Löwen, die hier im direkten Duell sind, kämpfen zusammen um den WM-Titel für Deutschland. Foto: dpa

Leonberg - Handball-Fans können aufatmen. Die Weltmeisterschaft, die am heutigen Donnerstag um 18 Uhr mit dem Spiel Deutschland gegen Korea beginnt, wird abwechselnd in den Sendern ARD und ZDF übertragen. Anpfiffzeiten sind 18 Uhr und 20.30 Uhr. Erstmals sind zwei Nationen die Gastgeber. Die Dänen – die Anfang des 20. Jahrhunderts die ersten Handballregeln festgelegt haben – sowie die Deutschen, die dem Handball dann den Namen gaben. Gespielt wird in Hamburg, Köln, München Berlin sowie in den dänischen Städten Kopenhagen und in der kleinen Messestadt Herning, wo auch am 26./27. Januar die Finalrunde ausgetragen wird. Wir haben nachgefragt, wie Handballer im Altkreis Leonberg die Weltmeisterschaft verfolgen.

Sportfanatiker durch und durch

Ein Sportfanatiker durch und durch – unter anderem VfB- und auch Wintersport-Fan – ist Tobias Müller, der nach seiner eigenen Handball-Karriere nun den Württembergligisten SV Leonberg/Eltingen trainiert. „Ich bin eigentlich immer bei irgendwelchen Sportveranstaltungen zu finden, ich hätte auch gerne nach WM-Karten geschaut, doch das passt dieses Mal zeitlich nicht “, sagt er. Bei der Weltmeisterschaft 2007 hatte er sich in Mannheim und Halle/Westfalen einige Spiele angeschaut. „Trotzdem werde ich auch diesmal jede Sekunde, die ich Zeit habe, mit der Handball-WM verbringen“. Und das eine oder andere Spiel im Kreise seiner Mannschaft verfolgen. Die Medien machen’s möglich. Priorität hat für ihn derzeit der SV Leonberg/Eltingen, mit dem er in der Vorrunde für Furore gesorgt hat, was sich am zweiten Tabellenplatz widerspiegelt. „Wir haben einen Trainingsplan, den wir einhalten wollen, und in der kommenden Woche erwarten wir in der Rückrunde die HSG Schönbuch.“ Der deutschen Mannschaft traut er zu, dass sie die Hauptrunde erreichen. „Und mit Glück sind sie dann auch im Halbfinale.“

Das Semifinale traut auch Saskia Wagner der deutschen Mannschaft zu: „Wenn das Team von Trainer Christian Prokop mit seinen Leistungen eine Handball-Euphorie in Deutschland auslösen kann, ist viel möglich“, glaubt die ehemalige Rückraumspielerin der SG Leonberg/Eltingen, die sich inzwischen zwei Klassen höher beim Drittligisten TuS Metzingen II etabliert hat. Ansonsten zählt sie die Mannschaften zum Favoritenkreis, die auch in den vergangenen Jahren dabei waren: Frankreich, Dänemark, Kroatien, Spanien und Russland. Ein Public Viewing gibt es selbst am Bundesliga-Standort Metzingen nicht: „Ich schaue vielleicht das ein oder andere Spiel zusammen mit ein paar Teamkolleginnen, aber das entscheiden wir spontan“, sagt Saskia Wagner.

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