Große LKZ-Hilfsaktion Ein Lichtblick, wenn das Schicksal zuschlägt

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Der Trägerverein „Bürger helfen“ koordiniert die Tätigkeit der Foto: factum/Jürgen Bach

Leonberg - Viele Hilfsaktionen werden in der Adventszeit besonders aktiv. Doch „Lichtblicke“ als eine Aktion der Leonberger Kreiszeitung und ihrer Leser als großzügige Partner ist das ganze Jahr über bereit, Menschen in einer Notlage beizustehen. Denn Schicksalsschläge halten sich nicht an Jahreszeiten und Hilfe muss dann schnell und unbürokratisch über die Bühne gehen.

Trotzdem geben auch wir uns einen Starttermin, ab dem wir verstärkt über Schicksalsschläge berichten, bei denen die LKZ-Hilfsaktion „Lichtblicke“ aktiv wird. Es ist traditionell der erste Advent. Dann liegen unserer Zeitung auch die vorgedruckten Überweisungsträger bei – mit den erforderlichen Richtlinien für den Datenschutz.

Mahnungen stapeln sich

Wenn es dazu kommt, dass in einem Haushalt der Strom abgestellt wird, dann schrillt die Alarmglocke bei den Sozialen Diensten der Stadt Leonberg. Oft sind die Menschen in ihrer Not von der Situation überfordert, Briefe werden nicht mehr geöffnet, Mahnungen stapeln sich, die Lage verschlimmert sich immer mehr. Wenn die Rente klein ist, ja sogar aufstockende Grundsicherung im Alter in Anspruch genommen werden muss, ist jede zusätzliche Ausgabe ein finanzieller Kraftakt, den viele nicht stemmen können. Fachkundige Begleitung ist oft der letzte Anker.

Wenn das Familienleben aus den Fugen gerät, Streit und Gewalt den Alltag bestimmen, die Eltern und Kinder in physische, psychische und existenzielle Not geraten, greift die Familienhilfe des Waldhauses, das von „Lichtblicke“ gefördert wird. Gemeinsam mit der Lebenshilfe Leonberg und dem stationären Hospiz gehört das Waldhaus zu großen großen Spendenempfängern – aber es sind auch Familien, die besonders hart von Schicksalsschlägen getroffen wurden.

Spiegel der Eltern

Auch die Heime der Jugendhilfe Korntal, die von der Diakonie der evangelischen Brüdergemeinde getragen wird, erfahren eine substanzielle Hilfe. Hier fördert „Lichtblicke“ nicht nur die Freizeiten von fast 400 jungen Menschen, sondern auch Angebote, die sie am gesellschaftlichen Leben teilhaben lassen. Wenn Kinder nicht Kinder sein dürfen, werden sie auffällig, denn sie sind der Spiegel der Eltern. Gibt es Probleme in der Welt der Erwachsenen, zeigen Kinder mit ihren Auffälligkeiten, dass etwas nicht stimmt.

Der journalistische Alltag erlaubt auch Blicke hinter die Kulissen und da ist nicht selten auch manch Unerfreuliches dabei. Auch in einem der reichsten Landkreise der Republik gibt es bedürftige Menschen, die unverschuldet in eine Notsituation geraten sind. Das Tragische daran ist, dass häufig Kinder die Leidtragenden sind. Das hat uns seinerzeit ­bewogen, die LKZ-Hilfsaktion „Kinder in Not“ ins Leben zu rufen, um über den ­Trägerverein „Bürger helfen“ schnell und unbürokratisch vor Ort helfen zu können.

Sehr große Spendenbereitschaft

Doch nach wenigen Jahren kam die erschreckende Erkenntnis dazu, dass nicht nur Kinder häufig ein Armutsrisiko sind, sondern auch viele Menschen im Alter bedürftig werden. Das hat den ­Verein veranlasst, umzudenken sowie die Hilfsaktion in „Lichtblicke“ umzufirmieren. Damit auch ältere Menschen einen Lichtblick im oft tristen und von Einsamkeit gezeichneten Alltag erfahren können.

Doch ohne großzügige Spender kann „Lichtblicke“ nicht helfen und so sind es jedes Jahr weit über 1000 großzügige Leserinnen und Leser, die je nach ihren Möglichkeiten einen Teil ihren Wohlstandes Menschen zukommen lassen, mit denen es das Schicksal nicht gut meint. Die Spendenbereitschaft der Leser ist ausgesprochen groß. Seit fast zehn Jahren gehen in der Regel mehr als 100 000 Euro im Jahr auf die beiden Konten von „Lichtblicke“ ein.

Schicksale vor der Haustür

So konnten die Mitglieder des Vereins „Bürger helfen“ zufrieden auf das abgelaufene Vereinsjahr blicken. Der hat jüngst in unserer Redaktion getagt. Dieser wurde am 25. Juni 1996 ins Leben gerufen, als Träger für die LKZ-Hilfsaktion „Lichtblicke“. Unterstützung kam von der Kreissparkasse, der Volksbank, dem Management des Leo-Centers, vom Küchenverbund „Der Kreis“, vom Hagebaumarkt Bolay, oder von Privatpersonen, wie dem CDU-Fraktionsvorsitzenden im Kreistag und ehemaligen Ersten Leonberger Bürgermeister Helmut Noë.

Immer zum Jahresende veröffentlichen wir Geschichten über Menschen in Not vor der eigenen Haustüre. Die Geschehnisse werden selbstverständlich anonymisiert dargestellt, hundertprozentig wahr sind sie gleichwohl. Es sind oft vermeintliche Kleinigkeiten, die Menschen daran hindern, wieder auf die Beine zu kommen. Wenn ein Mann nach langer Arbeitslosigkeit endlich eine Stelle bekommt. Die aber liegt in einem Ort, den er nicht mit dem öffentlichen Verkehr erreichen kann. Doch für ein Auto fehlt das Geld. Oder wenn eine alleinerziehende Mutter mit drei Kindern sich keine Waschmaschine leisten kann.

All diese Schicksale erfährt unsere Zeitung von der Stadtverwaltung, den Kirchen und anderen sozialen Trägern. Schon seit Jahren arbeitet unsere Zeitung vertrauensvoll mit den Einrichtungen zusammen und damit auch alles seine Ordnung hat, auch mit dem Finanzamt.

Spendenkonten

Stichwort: „LKZ-Aktion Lichtblicke“
Volksbank Leonberg-StrohgäuIBAN: DE94 6039 0300 0399 9990 00 BIC: GENODES1LEOKreissparkasse BöblingenIBAN: DE81 6035 0130 0008 9418 00 BIC: BBKRDE6BXXX

Datenschutz

Wenn Sie als Spender bei der Hilfsaktion „Bürger helfen“ in der Zeitung mit Name und Wohnort veröffentlicht werden wollen und nicht die dafür vorgesehenen Aktions-Überweisungsträger verwenden, bitten wir bei der Verwendung eigener Überweisungsträger oder bei Onlinebanking im Verwendungszweck um die Angabe des folgenden Stichworts: „Bitte um Spender-Veröffentlichung“. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass bei fehlender Stichwortangabe oder nicht eindeutiger Stichwortangabe keine Veröffentlichung des Namens erfolgen darf. Der Spender kann die Einwilligung jederzeit widerrufen.

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