Goldene Hochzeit In Weissach und Flacht wird groß gefeiert

Von Sophia Herzog
So sah der Ortskern Weissach kurz vor dem Zusammenschluss aus. Foto: Gemeindearchiv Weissach

Rund 50 Jahre ist es her, als die beiden Bürgermeister von Weissach und Flacht in der Ferdinand-Porsche-Schule einen Eingliederungsvertrag unterzeichneten, der die Zukunft der beiden Gemeinden besiegeln sollte. Im Zuge der Gemeindereform wurden damals so einige Kommunen im Ländle zusammengelegt. Auch in Weissach und Flacht wurde damals kräftig diskutiert – besonders darüber, mit welcher Kommune man sich zusammentun könne. Nussdorf wollte mit Weissach, das Innenministerium sah schon Flacht und Perouse als Einheit. Die Weissacher und Flachter entschieden sich dann aber doch anders – und fusionierten einfach selbst.

Weissach und Flacht wurden eins

Der Zusammenschluss hatte nicht nur finanzielle Vorteile für die neue Gemeinde, sondern war auch geografisch sinnvoll. Beide Orte waren sich schon vorher nah – trotz der ein oder anderen freundlichen Kabbelei, die den beiden Ortsteilen manchmal auch heute noch nachgesagt wird. Inzwischen sind Weissach und Flacht längst eine stabile Einheit. Das Jubiläum des Zusammenschluss muss also gebührend gefeiert werden.

Zum exakt 50-jährigen Geburtstag der Vertragsunterzeichnung im Dezember 1971 wollte man in Weissach also groß feiern, diese Pläne fielen im vergangenen Jahr allerdings der Coronapandemie zum Opfer. Lediglich im Kleinen wurde gefeiert, etwa mit einer ausführlichen Jubiläumsausstellung im Heimatmuseum und einer Sammlung historischer Fotos des Förderkreises Kultur.

Gottesdienst, Fassanstich und Bühnenprogramm

Nach über zwei Jahren eingeschränkter Möglichkeiten wird die Goldene Hochzeit aber nun gebührend nachgefeiert: Am Sonntag, 17. Juli, versammelt sich die Gemeinde zur großen Jubiläumsveranstaltung in und um die Strudelbachhalle, mitsamt großer Jubiläumsmeile entlang des Strudelbachtals. Besonders kräftig angepackt haben dabei die Vereine und Organisationen der Gemeinde.

Eingeläutet werden die Feierlichkeiten am Sonntag um 10 Uhr mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Strudelbachhalle. Anschließend übernimmt Bürgermeister Daniel Töpfer den Fassanstich am Festplatz, dem Parkplatz der Strudelbachhalle. Dort ist auch für den ganzen restlichen Tag Programm: Nach dem Fassanstich präsentieren sich dort die Strudelbachchöre und die Gitarrenschule Kübler, das Heimatmuseum kürt den Sieger des Fotowettbewerbs. Es folgen eine Zaubershow, Einlagen der Kindertagesstätten und des TSV Weissach und eine Foto-Slideshow, bevor um 17.30 Uhr das musikalische Programm der Band Tonic und der Dorfrocker beginnt.

Auf dem Festplatz steigt ab 11 Uhr außerdem das große Menschenkicker-Turnier des TSV Weissach. Hierfür können sich noch Teams mit je fünf Spielern unter der Telefonnummer 01 76 / 64 44 90 06 anmelden. Die Startgebühr beträgt 20 Euro.

Jubiläumsmeile zum Mitmachen

Beginnend beim Edeka in Flacht zieht sich am Tag der Feierlichkeiten auch eine große Jubiläumsmeile entlang der Weissacher Straße bis zur Strudelbachhalle. Hier stellen sich die Vereine, Initiativen, Organisationen und Stiftungen aus Weissach und Flacht vor und laden an ihren Ständen auch zum Mitmachen und Probieren ein. Teil des Programms auf der Meile sind etwa auch Kinderschminken, ein Karussell und verschiedene Bastelaktionen.

Die Gemeinde Weissach verkauft entlang der Jubiläumsmeile nicht nur die Festschrift, sondern zeigt auch eigens für die Hochzeit angefertigte Sondermünzen. Diese hat die Firma Simm entworfen und hergestellt, deren Inhaber mit einem Stand vor Ort ist und im historischen Gewand zeigt, wie die Münzen traditionell mit großem Fallhammer geprägt werden.

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