Gerlinger Leichtathletin trumpft auf Die Konkurrenz läuft hinterher

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Kira Weis führt das Feld über 3000 Meter vom Start weg an. Im Ziel hat sie einen Vorsprung von über zehn Metern. Foto: Ralf Görlitz

Gerlingen - Start, Ziel, Sieg: Mit fast schon spielerischer Leichtigkeit hat Kira Weis den 3000-Meter-Lauf für sich entschieden. Lange Zeit das große Feld von vorne führend, war keine weitere Athletin ihrem Antritt auf den letzten 300 Metern gewachsen.

Gleich von Beginn an setzte sich Kira Weis mit hohem Tempo an die Spitze des Hauptfelds. Als nach 600 Metern die Ausreißerin eingeholt wurde, begann die Machtdemonstration der 17-jährigen. Mal etwas schneller, mal etwas langsamer führte die Gerlinger Athletin das immer kleiner werdende Feld in hohem Tempo über die Rundbahn, bis ihr zwei Runden vor Schluss nur noch eine Athletin auf den Fersen war.

Tempoverschärfung auf der letzten Runde

Es schien alles auf einen spannenden Zielsprint hinauszulaufen. Doch Kira Weis verschärfte das Tempo erneut. Rund 300 Meter vor dem Ziel tat sich eine Lücke auf, wenig später betrug der Vorsprung schon zehn Meter. Auf die Zielgerade bog die Athletin in Gelb dann ganz alleine ein, die Uhr blieb nach 9:44 Minuten stehen. Während Kira Weis schon jubelte, kam Linda Meier (LAC Passau) knapp zehn Sekunden später als Zweitplatzierte ins Ziel, Marie Kraft (TSG Heilbronn) wurde Dritte. Lisa Maisch auf Position 20 mit persönlicher Bestleistung und Filippa Meyer auf Rang 21 komplettierten ein starkes Gerlinger Trio.

Trainer Ralph Sagasser war von dem Auftritt seines Schützlings begeistert. „Sie hat ihre Taktik perfekt umgesetzt, ist auch mental ein ganz starkes Rennen gelaufen. Wir haben auf Tallin geschielt. Dass es jetzt mit dem Erfolg in Rostock geklappt hat, ist umso schöner“, sagte der Coach.

Als eine von vier Zeitschnellsten ins Finale

Mentale Stärke bewies auch Anna Schädel. Im ersten Vorlauf über 1500 Meter verpasste sie denkbar knapp als Fünfte die direkte Qualifikation für das Finale. Nach bangem Abwarten des zweiten Vorlaufs leuchtete dann doch das erhoffte kleine q neben ihrem Namen auf: Als eine der vier Zeitschnellsten rutschte sie doch noch ins Finale. Dort hielt sie lange Kontakt zur Spitzengruppe. Nach einer deutlichen Tempoverschärfung auf den letzten zwei Runden musste Anna Schädel jedoch abreißen lassen. Bei ihren ersten deutschen Meisterschaften kam sie schließlich auf Rang acht ins Ziel.

Eine neue Bestzeit legte Hanna Render (LG Gäu Athletics) in der Altersklasse U 20 über 400 Meter Hürden hin. Mit 60,33 Sekunden verfehlte sie das Siegerpodest als Fünfte aber knapp. Ihr Rückstand auf die drittplatzierte Viktoria Heising (TV Germania Überruhr) betrug nicht einmal zwei Zehntelsekunden. Für Hanna Renner, die als 18-Jährige noch dem ersten U 20-Jahrgang angehört, bietet sich 2022 noch einmal die Gelegenheit, bei nationalen Jugendmeisterschaften den Sprung aufs Treppchen zu schaffen.

Ebenfalls auf Platz fünf landete ihr Vereinskollege Robin Eibner (U 20). Im dritten Versuch sprang er 7,03 Meter. Sebastian Mergenthaler (Gäu Athletics) meisterte im Stabhochsprung 4,55 Meter und belegte Platz acht.

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