Gartenstadt-Gemeinde Entscheidung über Gebäudeensemble noch offen

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Wie geht es weiter? Foto: factum/Bach

Leonberg - Der Abschied von den Räumen der evangelischen Kirche in der Gartenstadt erfolgt nicht abrupt. Bereits 2008 wurde der Beschluss der evangelischen Gesamtkirchengemeinde Leonberg zur Schließung bekannt gegeben. Dagegen protestierten damals die Gemeindemitglieder und gründeten den Förderverein Gartenstadtgemeindehaus. Dieser hat eine Übergangszeit bis 2018 durchgesetzt. Bedingung war allerdings, dass der Förderverein jedes Jahr 8000 Euro zur Erhaltung der Gebäude zuschießt. Was jetzt mit dem Gebäudeensemble passieren wird, ist noch offen. Erste Gespräche mit der Stadtverwaltung zur weiteren Verwendung laufen derzeit.

Über die Verteilung des Inventars dagegen wurde bereits beschlossen. Für alles gibt es eine neue Verwendung. Das bunte Kirchenfenster mit der Darstellung der Auferstehung wandert in die Stadtkirche. Vom gleichen Künstler, Adolf Saile, gibt es in der Stadtkirche bereits ein Fenster. Außerdem wird in der Stadtkirche die kleine mobile Orgel künftig bei Konzerten für die Begleittöne sorgen.

Kindergarten wird bis Sommer 2019 weitergeführt

Andere Gegenstände werden unter den Gemeinden aufgeteilt: So bekommt der CVJM die Tauf- und Abendmahlsgeräte sowie das Glockengeläut. Altarkreuz und Leuchter kommen ins Hoffnungshaus, die Osterkerze wandert in die Krankenhauskapelle, und die Bibel wird in eine „Wanderbibel“ umfunktioniert. Sie kann von anderen Gemeinden künftig bei Bedarf mobil verwendet werden. Das Kinderkreuz findet in der Versöhnungskirche einen neuen Platz, dort wird künftig auch eine gemeinsame Kinderkirche für den Bereich Leonberg-Nord ansässig sein. Auch weitere Synergien wird es geben. Ziel ist es, für die Kirchengemeinde Leonberg-Nord nur noch ein Kirchengemeindebüro zu unterhalten. Derzeit gibt es drei Büros, am Blosenberg, in der Versöhnungs- und in der Stadtkirche. Nach entsprechenden Räumlichkeiten wird noch gesucht.

Der zugehörige Kindergarten der Gartenstadtgemeinde wird bis zum Sommer 2019 weitergeführt. Kinder, die nicht in die Schule kommen, erhalten die Möglichkeit, in einen nahegelegenen städtischen Kindergarten zu wechseln. „Die komplette Übernahme der Kinder des eingruppigen evangelischen Kindergartens in der Gartenstadt in den Clara-Grunwald-Kindergarten wurde seit Monaten in enger Absprache von den jeweiligen Kita-Leitungen vorbereitet und in der Bedarfsplanung der kommenden Jahre entsprechend berücksichtigt“, so der Pressesprecher der Stadt Leonberg, Tom Kleinfeld.

Drei Erzieherinnen sind im evangelischen Gartenstadt-Kindergarten fest angestellt. Wo sie künftig tätig sein werden, ist noch offen. Laut Dekan Wolfgang Vögele ist es aber kein Problem, die Mitarbeiterinnen unterzubringen. Die evangelische Kirche ist in Leonberg Trägerin von 9 Kindergärten mit rund 30 Gruppen und insgesamt 125 Kindergärtnerinnen.

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