Fußball-Verbandspokal 0:1 – Heimerdingen zeigt gute Ansätze

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Neckarsulms Torschütze Steven Neupert (Mitte) stellt den TSV Heimerdingen (Salvatore Pellegrino links, Jeffrey Schieber rechts) vor die größten Probleme. Foto: Baumann/Hansjürgen Britsch

Ditzingen - Wer gerade aus einem Wettbewerb geflogen ist, der kann in der Regel nicht viel anfangen mit anerkennenden Worten. Daniel Riffert hat nach dem 0:1 gegen die Sport-Union Neckarsulm und dem damit verbundenen Aus in der ersten Runde des Verbandspokals kein Problem damit gehabt. Schließlich hatte sich seine Elf gegen den klassenhöheren Oberligisten gut verkauft. „Ich bin mit dem Auftritt komplett zufrieden. Für uns war wichtig zu sehen, dass wir mithalten können.“

Und tatsächlich zeigte die Mannschaft ein ganz anderes Gesicht als im letzten Punktspiel Ende Oktober vor der Coronapause unter Trainer Jens Härter. Da hieß es nach einer desolaten Vorstellung auf eigenem Platz 0:8 gegen den FSV Hollenbach.

Gegen Neckarsulm wäre es nicht einmal unverdient gewesen, wenn sich die Gastgeber noch in die Verlängerung gerettet hätten. Die Möglichkeit dazu gab es in der Nachspielzeit. Nach einem Ballverlust der Gäste im Mittelfeld kam der eingewechselte Alexander Grau aus halbrechter Position im Strafraum an den Ball. Sein noch abgefälschter Schuss strich links am Pfosten vorbei. Auch der anschließende Eckball brachte einen Aufreger. Marco Mario Brunner wurde gestoßen, doch für Schiedsrichter Andreas Rinderknecht war das zu wenig für einen Elfmeterpfiff.

Nur ein guter Spielzug des Siegers

So entschied der einzige wirklich gute Spielzug der Sport-Union die Partie. Domenico Botta schickte Mario Cancar auf der rechten Seite, und dessen Hereingabe verwertete Steven Neupert am langen Eck mit einem Schuss unter die Latte (59.). Viel mehr gefährliche Aktionen hatte der Oberligist nicht zu bieten. Wenn, dann war es der Torschütze, der die TSV-Abwehr vor Probleme stellte. In der 18. Minute zielte er etwas zu hoch, im zweiten Durchgang lenkte Maik Riesch den Schuss von Neupert mit den Fingerspitzen über die Latte (72.).

Zwei Abschlüsse in der ersten Hälfte

Der TSV Heimerdingen stand kompakt, griff erst an der Mittellinie an und versuchte, nach Ballgewinnen schnell nach vorne zu spielen. Viele Möglichkeiten, das war klar, würde es nicht geben. Michele Ancona und Neuzugang Terry Offei waren gegen einen auf Sicherheit bedachten Gegner vorne zu oft auf sich alleine gestellt. Zwei Abschlüsse von Offei (21.) und Marvin Pietruschka (26.) – mehr war nicht drin.

In der zweiten Hälfte agierte der TSV etwas mutiger, hatte mehr Ballbesitzzeit und bessere Chancen. Nach einem Freistoß von Alessio Sapia kam Michele Ancona nur drei Minuten nach dem Gegentor zu seiner eignen Überraschung aus elf Metern an den Ball und schoss rechts vorbei (62.). Der Versuch des aufgerückten Gabriel Fota wurde zunächst geblockt und dann von Schlussmann Nico Bayha gehalten (66.).

Heimerdingen erspart sich den SGV Freiberg

„Wer weiß, wozu diese Niederlage gut ist“, sagte Daniel Riffert mit Blick auf den möglichen Zweitrunden-Gegner. Nach dem 7:1 gegen den Landesligisten SV Kornwestheim wäre das der hochkarätig besetzte Oberligist SGV Freiberg gewesen. Mit dem muss sich nun an diesem Mittwoch die Sport-Union Neckarsulm herumschlagen.

TSV Heimerdingen: Riesch, Pellegrino, Schlichting, Fota, Sapia, Pietruschka (73. Diakiesse), Schieber (85. Brunner), Coelho, Widmaier (85. Estasi), M. Ancona, Offei (62. Grau).

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