Fußball-Verbandsliga Zu viele Variablen für eine Rechnung

Von Andreas Klingbeil
SKV Rutesheim: Volle Konzentration vor dem Gang nach Pfullingen. Foto: Andreas Gorr

Noch zwei Spieltage, mindestens sechs Mannschaften, die um den direkten Klassenerhalt oder zumindest das Erreichen des Relegationsplatzes kämpfen – eine Gleichung mit so vielen Variablen lässt sich nicht wirklich berechnen. Zumindest eines steht aber schon fest: Weil aus der Oberliga neben dem TSV Ilshofen höchstens noch die Sportfreunde aus Dorfmerkingen herunterkommen können, wird es in der Verbandsliga nicht mehr als sechs Direktabsteiger geben. Vier dieser Plätze sind bereits an den VfB Neckarrems, VfB Friedrichshafen, den TSV Heimerdingen und den 1. FC Heiningen vergeben.

Drei Punkte in Pfullingen angepeilt

Die SKV Rutesheim belegt im Moment den Relegationsplatz – und will da weg. Auf dem Wunschzettel von SKV-Trainer Marcel Pfeffer für dieses Wochenende steht deshalb zuallererst ein Sieg beim VfL Pfullingen (Samstag, 15.30 Uhr). Und danach? Erst einmal gar nichts. „Wir tun gut daran, uns nur auf uns selbst zu konzentrieren“, sagt der Coach. „Sicher ist, wenn wir die drei Punkte in Pfullingen holen, haben wir am letzten Spieltag alles selbst in der Hand. Alles andere nehmen wir so, wie es kommt.“

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Der überaus glückliche 2:1-Erfolg beim SV Fellbach könnte noch einmal für einen zusätzlichen Schub sorgen. Marcel Pfeffer und sein spielender Co Christopher Baake waren sich einig, ein Spiel noch nie so unverdient gewonnen zu haben. Bis zur 89. Minute lag die SKV mit 0:1 zurück und war damit noch bestens bedient. Dann trafen Tobias Gebbert (89.) und Gianluca Gamuzza (90.+3).

Taktik spielt untergeordnete Rolle

Das Hauptaugenmerk in Pfullingen liegt darauf, deutlich weniger zuzulassen als in Fellbach. Ob das mit einer Fünferreihe hinten oder der zuletzt praktizierten Viererkette passiert, ließ der Coach noch offen. Seiner Meinung nach ist die Taktik in einer Situation, in der es darum geht, irgendwie die noch fehlenden Punkte zu holen, auch nicht das entscheidende Kriterium. Pfeffer: „Ich glaube, der größere Faktor spielt sich im Kopf ab. Diejenige Mannschaft, die nicht gehemmt ist und keine Angst hat, etwas zu verlieren, wird sich am Ende auch durchsetzen.“ T. Sp. Neu-Ulm – Heimerdingen (Sa 15.30) Das 1:7 gegen den FC Holzhausen am vergangenen Wochenende legt den Schluss nahe, dass sich der TV Heimerdingen geistig schon in der Sommerpause befindet. Dem widerspricht der Trainer Daniel Riffert entschieden: „Wir sind alle Sportsmänner und werden uns auf gar keinen Fall aufgeben. Das sind wir uns und auch den anderen Vereinen schuldig.“ Mit Pascal Coelho, Antonio Di Matteo, Salvatore Pellegrino, Steffen Widmaier und Altin Maliqi hätten gegen Holzhausen Stammkräfte gefehlt, die in Heimerdingen eben nicht einfach ersetzbar seien.

Gute Trainingsbeteiligung

Während Coelho und Di Matteo auch weiterhin passen müssen, haben sich Pellegrino, Widmaier und Maliqi zurückgemeldet. Im Training am Dienstag standen 18 Spieler auf dem Feld, gestern waren es 20. Ein Beleg für Daniel Riffert, dass es sich nicht nur um Floskeln handelt, wenn er davon spricht, dass man sich in den verbleibenden Partien anständig aus der Verbandsliga verabschieden will. Allerdings räumt auch der Übungsleiter ein, dass er es keinem seiner Spieler verdenken könne, im Zweifelsfall den vielleicht nötigen einen Schritt mehr nicht zu machen.

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