Fußball-Verbandsliga SKV trifft in der Nachspielzeit zum 3:3

Von Andreas Klingbeil
Joshua Schneider (Mitte) rettet der SKV Rutesheim gegen den VfL Sindelfingen mit seinem Treffer in der Nachspielzeit einen Punkt. Foto: Andreas Gorr

Es ist ein Punktgewinn für die SKV Rutesheim – immerhin. Was er wert ist, zeigt sich aber erst, wenn die Konkurrenz im Abstiegskampf gespielt hat. Der VfL Sindelfingen kann auf jeden Fall besser damit leben, hält er doch seinen Vorsprung von fünf Zählern auf den direkten Konkurrenten

Nachdem die SKV gerade gegen die Mitkonkurrenten Probleme bekam, wenn das Spiel gemacht werden musste, stellte der Trainer Marcel Pfeffer auf ein 4-1-4-1-System um. Und das verfehlte seine Wirkung im ersten Durchgang nicht. Auch die Gäste aus Sindelfingen ließen ihren Gegner kommen. Nur der ehemalige Rutesheimer Sascha Häcker hielt sich kurz hinter oder an der Mittellinie auf. Mit sicherem Passspiel über die Mittelfeldachse Tobias Weiß, Tobias Gebbert und Christopher Baake ließ die Heimmannschaft aber Ball und Gegner laufen.

Lesen Sie aus unserem Angebot: Rutesheim müht sich zu einem 1:1

Die Dominanz der SKV wird besonders an einem Fakt deutlich: Jan Göbel bekam im ersten Durchgang nur einen Ball auf sein Tor – und das war ein harmloser, weil zu zentral angesetzter Kopfball von Yannick Mario Sagert (26.). Zwei Minuten zuvor hatte ein anderer VfL-Abwehrmann im Mittelpunkt gestanden. Nach scharfer Hereingabe von Tobias Gebbert bugsierte Nicolai Dittrich den Ball ins eigene Tor. Die SKV hatte diesen Treffer regelrecht erzwungen – aber auch verpasst nachzulegen. Collin Schulze (28.) und Gianluca Gamuzza (42.) ließen die besten Möglichkeiten aus. Das sollte sich nach der Pause rächen. Zwar parierte Jan Göbel einen Elfmeter von Häcker (52.), nur drei Minuten später war er dann aber doch geschlagen. Alban Dodoli traf zum 1:1. Es kam noch schlimmer. Endrit Syla, ehemaliger Rutesheimer A-Junior, drehte die Partie mit einem Fallrückzieher aus rund 45 Metern (75.).

Vier Tore in der Schlussphase

Doch wie hatte Marcel Pfeffer noch vor dem Spiel gesagt? „Wenn wir in dieser Saison etwas bewiesen haben, dann, dass wir da sind, wenn uns das Wasser bis zum Hals steht.“ Das unterstrich seine Elf in der Schlussphase eindrücklich. Erst glich Tobias Gebbert nach Ecke von Gamuzza aus (82.). Doch der nächste Tiefschlag ließ nicht lange auf sich warten. Andre Simao traf zur erneuten Sindelfinger Führung ins lange Eck (88.). Rutesheim rannte verzweifelt an – und belohnte sich mit dem 3:3 durch Joshua Schneider in der Nachspielzeit.

SKV Rutesheim: Göbel, Rudloff, Wellert, Kogel (83. Trefz), Schneider, Weiß (77. Ohmes), Gamuzza, Gebbert, Baake (74. Feigl), Schulze (68. Müller), Schürg.

Strohgäu Leonberg Rutesheim Weil der Stadt Renningen Weissach Enzkreis-Gemeinden

Sonderthemen