Fußball-Verbandsliga Heimerdingen bietet Essingen Paroli

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Jeffrey Schieber (Mitte) und der TSV Heimerdingen machen dem TSV Essingen das Leben schwer. Foto: Baumann/Hansjürgen Britsch

Nach dem Abpfiff gab es kräftigen Applaus, auch Rufe wie „Super“ und „Starke Leistung“ waren auf dem Heimerdinger Sportplatz zu hören. Und das durchaus zu Recht: In einem sehr körperbetonten Verbandsliga-Spiel erkämpfte sich der TSV Heimerdingen gegen den TSV Essingen ein verdientes 0:0-Unentschieden und blieb damit nach dem überraschenden 4:3 bei Calcio Leinfelden-Echterdingen im zweiten Spiel in Folge unbesiegt – nach zuvor sechs Niederlagen in den ersten sechs Partien dieses Jahres. „Das war eine bockstarke Leistung meiner Mannschaft gegen einen Gegner, der mehr als Verbandsliga-Niveau hat“, lobte Trainer Daniel Riffert seine Elf.

Erwartungsgemäß hatten die Gäste von Beginn an mehr Ballbesitz und dominierten die Begegnung, doch die deutlichen Torchancen waren überschaubar. Die beste Möglichkeit der ersten Hälfte hatte Essingen nach einer Standardsituation: In der 41. Minute setzte Niklas Groiß nach einem Eckball von Patrick Funk einen Kopfball-Aufsetzer aus sieben Metern neben das Heimerdinger Gehäuse.

Lukas Emmrich hält das zu Null

In der 11. Minute hatte Lukas Emmrich die Gastgeber im Spiel gehalten, als er nach einem langen Diagonalball stark in einer Eins-gegen-Eins-Situation gegen den durchgelaufenen Groiß parierte. Nach dem folgenden Eckball köpfte Essingens Torjäger Niklas Weissenberger (elf Treffer) den Ball knapp am langen Pfosten vorbei. „Es war klar, dass Essingen mit den langen Diagonalbällen und seinen großen und kopfballstarken Angreifern zu der ein oder anderen Chance kommen wird“, sagte Riffert.

Darüber hinaus mussten die Heimerdinger Anhänger aber nur noch einmal in der 20. Minute die Luft anhalten, als Weissenbergers Kopfball-Bogenlampe sich knapp über das TSV-Tor senkte. Ansonsten fand das Spiel überwiegend im Mittelfeld statt. Als überaus stabilisierend für die Gastgeber erwies sich, dass Riffert den Routinier Sebastian Bortel als Abwehrchef in die Viererkette beordert hatte. Der Ex-Freiberger war der Turm in der Schlacht und bereinigte viele Situationen, bevor Gefahr für die TSV-Defensive entstehen konnte. „Er ist zudem sehr kommunikativ, das gibt uns Sicherheit“, freute sich Riffert.

Valentyn Podolsky mit Lattenknaller im Pech

Noch defensivstärker trat dessen Mannschaft in der zweiten Hälfte auf, mehr als zwei Kopfballchancen durch Weissenberger (67.) und Groiß (78.) ließen die Heimerdinger nicht zu. Die Gastgeber hatten sogar die beste Möglichkeit der zweiten Hälfte, als Valentyn Podolsky in der 57. Minute nach einer zu kurz abgewehrten Ecke aus 14 Metern die Unterkante der Latte traf. „Es soll einfach nicht sein“, haderte TSV-Abteilungsleiter Uwe Sippel.

Doch am Ende überwog eindeutig die Zufriedenheit beim TSV. „Wir haben gegen einen guten Gegner zu null gespielt und zum zweiten Mal in Folge gepunktet“, freute sich Riffert. Jetzt kämen Mannschaften, mit denen man auf Augenhöhe sei. Und auch Ex-Kickers-Spieler Patrick Auracher, inzwischen Abwehrchef beim TSV Essingen, erkannte an: „Heimerdingen hat mit Herz und Seele verteidigt und unseren Spielfluss unterbunden.“

TSV Heimerdingen: Emmrich, Pellegrino, Schlichting (46. Maliqi), Bortel, Fota, Podolsky, Widmaier, Schieber (82. Grau), Diakiesse (61. Rampp), Coelho, Ancona.

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