Fußball-Verbandsliga Bittere Minuten nach der Pause

Von
Sechs Gegentreffer: Der sonst so zuverlässige Heimerdinger Schlussmann Lukas Emmrich patzt nach einer Ecke. Foto: Baumann/Hansjürgen Britsch

Ditzingen - Dass der Tübinger Torjäger Lars Lack am Ende der Nachspielzeit auch noch das halbe Dutzend voll machte, war des Guten dann doch etwas zuviel. Ein Hieb, der noch einmal richtig weh tat. Denn so viel schlechter als es das 3:6 vermuten lässt, war der TSV Heimerdingen gegen einen starken Gegner, der nicht umsonst auf dem dritten Tabellenplatz steht, nicht. Der aus dem Urlaub zurückgekehrte TSV-Coach Jens Härter wollte aber auch nichts beschönigen: „Wir sind einen Schritt hinten dran und kriegen einfach zu viele Gegentore. Das hat aber mit dem kompletten Abwehrverhalten der Mannschaft zu tun.“

Die erste hatte aufgezeigt, wie es gehen könnte. Nach der frühen Führung durch Michele Ancona (5.) zog sich der TSV Heimerdingen in die eigene Hälfte zurück und machte die Räume eng. Die zeitweise mit viel Tempo anlaufenden Tübinger taten sich schwer, Lücken zu finden. Umso mehr ärgerte sich Jens Härter darüber, dass seine Elf den knappen Vorsprung nicht in die Pause mitnehmen konnte. Nach einem Freistoß von links traf Lukas Hartmann per Kopf. „Solch eine Standardsituation kann ich verhindern“, ärgerte sich der Coach, „da haben wir nur Begleitschutz gegeben.“ Antonio Di Matteo bekam kurz vor dem Pausenpfiff die Chance zum 2:1. Seine Direktabnahme nach Vorlage von Michele Ancona landete jedoch deutlich über dem Kasten.

Drei Gegentore innerhalb von zehn Minuten

Innerhalb von zehn Minuten verspielten die Gastgeber dann das bislang hart Erarbeitete. Die Hereinnahme des agilen Lukas Falterbaum auf Tübinger Seite machte sich direkt bemerkbar. Dessen Flanke von links verwertete Tim Steinhilber per Flugkopfball zum 2:1 (48.). Bei den nächsten beiden Gegentreffern half Heimerdingen dann kräftig mit. Torhüter Lukas Emmrich beförderte einen von Lars Lack getretenen Eckball halb selbst ins Tor (51.), und als Jeffrey Schieber im Mittelfeld das Spielgerät im Mittelfeld vertändelte, endete das mit dem 4:1 durch Noah Dörre (55.). Die Partie war so gut wie entschieden.

Der Tabellenvorletzte ergab sich aber nicht kampflos in sein Schicksal. Antonio Di Matteo (58.) und Pascal Coelho (70.) verkürzten den Rückstand jeweils auf zwei Tore, nachdem Pirmin Glück nach einer weiteren Ecke völlig freistehend am langen Pfosten zum zwischenzeitlichen 5:2 einköpfen durfte (61.).

Schwerer Gang zum Tabellenzweiten

Trotz des bitteren Resultats begann Jens Härter gleich nach dem Spiel mit einem Teil der zu leistenden Aufbauarbeit. „Es war nicht alles schlecht. Wir haben auch viele gute Momente gehabt.“ Diese guten Momente werden bereits an diesem Samstag (15.30 Uhr) dringend benötigt. Das schwere Auswärtsspiel beim TSV Berg steht auf dem Plan. Der Tabellenzweite landete mit dem 1:0 beim SSV Ehingen-Süd bereits seinen fünften Saisonerfolg. Die einzige Niederlage setzte es allerdings zuhause mit dem 0:2 gegen Türk Spor Neckarsulm.

TSV Heimerdingen: Emmrich, Pellegrino, Riffert, Fota, Schäffler, R. Ancona (82. Kolb), Coelho, Di Matteo (88. Gutsche), Intemperante (62. Grau), Schieber (62. Prkacin), M. Ancona.

Strohgäu Leonberg Rutesheim Weil der Stadt Renningen Weissach Enzkreis-Gemeinden

Sonderthemen