Fußball Tobias Buck ist Feuerwehrmann in Merklingen

Von
Tobias Buck ist überzeugt vom Potenzial des Merklinger Bezirksligateams. Foto: privat

Weil der Stadt - Eine Rekordmarke hat Tobias Buck beim TSV Merklingen schon aufgestellt. Als Interimstrainer der ersten Mannschaft in der Saison 2016/2017 holte er einen Punkte-Durchschnitt von 3,0. Zustande gekommen ist dieser Wert in drei Spielen, in denen die Mannschaft dreimal gewann.

Nun könnte der 37-Jährige auch noch als derjenige in die Vereinsannalen eingehen, der am Ende mit 0,0 Zählern dasteht. Dann nämlich, wenn in dieser Saison überhaupt nicht mehr gespielt wird. Nachdem sich die Wege des Vereins und von Thomas Wohland noch vor Weihnachten getrennt haben, hat sich Tobias Buck bereit erklärt, die Aufgabe bis zum Saisonende zu übernehmen.

Lebensvertrag mit dem Verein

„Ich habe anscheinend einen Lebensvertrag mit dem TSV Merklingen“, scherzt der Vater von drei Kindern, der mit seiner Familie rund 300 Meter entfernt vom Sportgelände des TSV wohnt. Erst mit 17 Jahren kam er zu den Fußballern, hat danach den Verein aber nie verlassen und auch nicht vor, es noch einmal zu tun. Buck spielte selbst in der ersten und zweiten Mannschaft, gehörte zuletzt im Kreisliga-Team zum Trainerstab.

Jetzt stellt er sich der Mission Klassenerhalt in der Bezirksliga. Es ist keine unmögliche, aber, so Buck, auch nicht unrealistisch, es noch zu schaffen. Die Mannschaft hat bislang fünf Punkte in acht Partien geholt und steht auf Rang 16. Fünf Punkte beträgt der Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz. Seinen Optimismus bezieht Tobias Buck aus der vergangenen Runde. Da belegte der TSV Merklingen mit zwölf Siegen und zwei Unentschieden nach 18 Partien zum Zeitpunkt des Saisonabbruchs den dritten Tabellenplatz. „Alleine daran sieht man, dass Potenzial im Team ist“, sagt der Interimscoach.

Antrittsrede per Online-Schalte

Die Vorstellung bei der Mannschaft fand während einer Video-Schalte statt. Ungewöhnlich, aber kein Nachteil, findet Buck. Schließlich kennt er die Spieler bestens. Sollte es noch einmal losgehen, ist die Zielrichtung klar. „Wir müssen ganz schnell punkten und fünf bis sechs von den neun Begegnungen definitiv gewinnen“ (Buck). Kein leichtes Unterfangen. Klappt es, wird Tobias Buck ein weiterer Eintrag in der Merklinger Fußballhistorie sicher sein – als Trainer, der in neun Spielen den Klassenerhalt klar gemacht hat.

Strohgäu Leonberg Rutesheim Weil der Stadt Renningen Weissach Enzkreis-Gemeinden

Sonderthemen