Fußball Münchingen steht unter Druck

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Jörn Pribyl kann für Heimerdingen wieder im Mittelfeld wirbeln. Foto: Andreas Gorr

Leonberg - Zwei Punkte aus zwei Spielen seit dem Wiederbeginn hören sich zunächst nicht unbedingt zufriedenstellend an. Rolf Kramer, Trainer der SKV Rutesheim, sieht das anders: „Ich kann damit gut leben, es waren schwere Umstände. Wir haben in zwei schweren Auswärtsspielen den Vorsprung auf direkte Verfolger gehalten. Aber klar ist: wir müssen jetzt wieder anfangen, Spiele zu gewinnen.“ Die personelle Situation bleibt nicht sorgenfrei. Zwar hat Steffen Hertenstein seine Gelb-Sperre abgesessen und kehrt wie Marcel Schreiber (privat verhindert) zurück. Dafür fehlt Stamatis Sideris nach seiner umstrittenen Roten Karte. Auch Tobias Weiß (Innenbandriss) und Steffen Zeitvogel (Oberschenkel) fallen aus. Das werde seine Mannschaft im Derby gegen den TSV Eltingen (heute, 19 Uhr) nicht beeinflussen, Kramer erwartet „einen heißen Kampf gegen einen taktisch perfekt eingestellten Gegner. Wir müssen Geschwindigkeit auf den Platz bringen.“ Das Hinspiel hatte inklusive Roter Karte, verschossenem Strafstoß und fragwürdigem, verwandeltem Elfmeter in der Nachspielzeit viel geboten.

Der TSV Eltingen will den direkten Abstiegsplatz wieder verlassen. Trainer Lothar Mattner kann auf den gleichen Kader wie beim 0:3 gegen Kornwestheim zurückgreifen. Der angeschlagene Philipp Pajda ist ebenso fit wie Mario Klotz, der wegen einer Gehirnerschütterung unter der Woche kaum trainieren konnte.

TSV Münchingen (15.) – Oeffingen (14.)

Für das ausgefallene Spiel zum Auftakt in Ingersheim setzte Trainer Ömür Bozkurt eine Trainingseinheit an und sieht in der Absage weder einen Vor- noch einen Nachteil. Erfreulich ist für ihn, dass er am Sonntag (15 Uhr) wieder auf Marc Agyemang zurückgreifen kann. Bis auf Michael Sparka, der sich noch im Aufbautraining befindet, stehen damit alle Spieler zur Verfügung. „Diese Situation hatte ich in Münchingen noch nie und sie freut mich. Es fällt mir schwer, mich für eine Aufstellung zu entscheiden, es wird Härtefälle geben.“ Somit gibt es für ihn und seine Mannschaft keine Ausreden mehr. Gegen den direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt zählen nur drei Punkte. „Wir haben noch 14 Endspiele. Davon müssen wir mindestens die Hälfte gewinnen, wir dürfen uns keine Ausrutscher mehr erlauben“, fordert Bozkurt, der das Selbstvertrauen aus der erfolgreichen Vorbereitung mitnehmen will. Hoffnung macht auch das Hinspiel, das sein Team mit 3:0 gewinnen konnte. „Beide Mannschaften stehen unter Druck. Wir wollen agieren und Druck ausüben, Oeffingen wird tief stehen und auf Konter lauern“, sagt Bozkurt.

TSV Heimerdingen (2.) – Aramäer Heilbronn (11.) Trotz des 0:1 legte der Tabellenzweite gegen den FV Löchgau einen guten Auftritt hin. Trainer Andreas Broß will am Sonntag (15 Uhr) daran anknüpfen: „Die Laufbereitschaft und die taktische Disziplin waren in Ordnung. Dennoch glaube ich nicht, dass wir mit der gleichen Leistung gewinnen werden.“ Gegen Heilbronn erwartet er mehr Ballbesitz für seine Elf, mit dem diese dann auf dem kleinen Kunstrasen mehr anzufangen wissen muss: „Wir müssen geduldig auftreten und das Spiel verlagern. Dann finden wir Löcher in der Verteidigung und sind offensiv gefährlicher. Wenn wir das mit den Eigenschaften der Vorwoche verbinden, werden wir erfolgreich sein“, schildert Broß, der wieder auf den zuletzt abwesenden Jörn Pribyl zurückgreifen kann, seine Vorgaben. Der Übungsleiter warnt vor der Offensive der Gäste um Torjäger Robert Grau, die beim 5:4 für ein torreiches Hinspiel sorgte. „Das Spiel haben wir durch hohe Leidenschaft gedreht. Wir können gerne wieder so viele Tore schießen, der Gegner aber bitte weniger“, sagt Broß.

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