Fußball-Kreisliga A 2 Jedes Wochenende gibt’s einen Kracher

Von Andreas Klingbeil
Noch ein Schluck aus der Pulle, und dann geht’s los: Kai Liedtke. Foto: Baumann/Alexander Keppler

Immer wieder hat der Fernsehsender DSF/Sport1 diesen Superlativ bemüht: „Die beste 2. Liga aller Zeiten“. In der Saison 2021/2022 war es dann tatsächlich soweit. Im deutschen Unterhaus tummelten sich Schwergewichte und Traditionsclubs wie FC Schalke 04, Werder Bremen, Hamburger SV, 1. FC Nürnberg, Fortuna Düsseldorf, FC St. Pauli, Hannover 96 oder Karlsruher SC. Wenn es an diesem Wochenende in der Kreisliga A 2 erstmals wieder um Punkte geht, dann kann der Slogan der Fernsehmacher getrost übernommen werden. Schon lange war diese Spielklasse nicht mehr so stark besetzt wie in dieser Saison.

Quartett aus der Bezirksliga

Die Ursache hierfür ist im Wesentlichen in zwei Faktoren begründet: zum einen sind es die Absteiger aus der Bezirksliga, zum anderen ist es der VfB Tamm. Mit dem TSV Merklingen, der SKV Rutesheim II, dem TSV Schwieberdingen und dem TSV Höfingen sind gleich vier Mannschaften aus dem Bezirksoberhaus herunter gekommen. Von den Altkreisteams haben zwei den Anspruch angemeldet, oben mitspielen zu wollen. Und genau die beiden treffen gleich am Samstag im direkten Duell aufeinander.

Nach einer ziemlich verkorksten Runde arbeitet Gianluca Crepaldi beim TSV Merklingen daran, ein schlagkräftiges Team zu formen. „Wenn wir das abrufen, was wir im Training erarbeitet haben, bin ich zuversichtlich. Wir hatten eine harte Vorbereitung und haben die Zügel ordentlich angezogen “, sagt der Trainer. Mit Eray Kilic, Samet Ceviker, Kaan Ekmen und Fabian Flik hielten sich die Abgänge in Grenzen.

Nur zwei Junioren aus dem eigenen Lager

Beim Gegner aus Rutesheim waren es derer neun, acht neue Spieler kamen hinzu. Nichts Neues für den Trainer Kai Liedtke. Bei der SKV II ist die Fluktuation regelmäßig größer als bei anderen Clubs. Neu dagegen ist, dass diesmal nur zwei Junioren aus dem eigenen Lager nachrücken. Einige wollten den Gang in die A-Liga nicht mitmachen. Liedtke: „Zusagen waren schon da, doch dann haben sie sich umentschieden. Das hat die Sache für mich schwerer gemacht.“ Der Coach geht jedoch davon aus, dass die Abgänge wie von Eros Bronico, Joel Frank, Timeas Hetzer, Marcel Hoppe, Danny Konsek, Yannick Lübcke oder Aykan Seymen kompensiert werden können.

Konkurrenzkampf in Höfingen

Beim TSV Höfingen gibt es in dieser Saison wieder einen echten Konkurrenzkampf, nachdem sich das Team in der vergangenen Runde wegen Personalmangels teilweise von selbst aufgestellt hat. „Wir haben zwar ein paar Etablierte verloren, aber viele junge Spieler geholt. Die ziehen alle voll mit“, sagt der Abteilungsleiter Franco Maoro. Vorne dran steht das neue Trainer-Duo Florian Hecker/Bilal Özbek.

Ein Zweier-Team führt auch den meistgenannten Favoriten ins Rennen: Franco Buono und Alfonso Garcia. Ihre Trainer-Vergangenheit ist maßgeblich für die personelle Ausstattung des VfB Tamm. Unter anderem kamen vom Oberligisten FSV Bietigheim-Bissingen Stürmer Pascal Hemmerich sowie die Defensivspezialisten Tim Reich, Pierre Williams und Duc Thanh Ngo. Wie sie in der A-Liga zurecht kommen, müssen aber auch diese Hochkaräter erst zeigen. Merklingens Trainer Gianluca Crepaldi freut sich jedenfalls auf die beste A-Liga aller Zeiten: „Für alle im Altkreis ist das eine einmalige Situation. Das wird deutlich interessanter als in der Bezirksliga. Jedes Wochenende gibt es einen Kracher.“

Die erste Spieltag der Kreisliga A 2:

TSV Merklingen – SKV Rutesheim II (Sa 18 Uhr)

Hirschlanden-Schöckingen – TSF Ditzingen

TSV Flacht – KSV Renningen

TSV Malmsheim – TSV Höfingen

VfB Tamm – TSV Heimerdingen II

SpVgg Renningen – FC Gerlingen

TSV Schwieberdingen – TSV Korntal

TV Möglingen – Weil der Stadt (alle So 15 Uhr)

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