Fußball in Rutesheim Wieder wird Löchgau zum Stolperstein

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Das Schlusslicht FV Löchgau setzt Tobias Gebbert (Mitte) und der SKV Rutesheim mächtig zu. Foto: Baumann

Löchgau - Die Entscheidung um Meisterschaft und Platz zwei in der Verbandsliga wird zum Schneckenrennen. Der Spitzenreiter aus Dorfmerkingen verliert zuhause gegen Ehingen-Süd mit 0:2, Hollenbach kommt zuhause gegen den FC Wangen nicht über ein 0:0 hinaus – und die SKV Rutesheim lässt sich beim bereits als Absteiger feststehenden Schlusslicht mit 4:1 abwatschen.

Immer wieder Löchgau. Der letzte Rutesheimer Sieg auf dem gegnerischen Platz stammt aus der Bezirksligasaison 2004/2005. Im Relegationsspiel der vergangenen Runde hatte der FV das Team von Rolf Kramer mit dem 3:2 eigentlich in die Landesliga befördert. Nur der Ilshofener Last-Minute-Sieg im Aufstiegsspiel zur Oberliga brachte doch noch den Klassenerhalt.

Erster Heimsieg in diesem Jahr

Und nun vergab die SKV die große Chance beim Schlusslicht, das zuvor sechs mal in Folge verloren und in diesem Jahr noch keine Heimpartie gewonnen hat, auf der Pole Position in den letzten Spieltag zu gehen. Von dem Rutesheimer Tempo, der Wucht und der Überzeugung der letzten Heimspiele war auf dem kleinen Löchgauer Kunstrasen nichts zu sehen. Die Gastgeber mit dem Ex-Rutesheimer Pascal Haug gingen dagegen zu Werke, als könnten sie doch noch das Unabwendbare verhindern.

Bezeichnend die Szenen nach gut einer Stunde: Erst schoss Alexander Wellert einen Elfmeter zu schwach, so dass Markus Brasch parierte. Im Gegenzug verursachte Constantin Kogel im Duell mit Terry Asare einen Strafstoß, den Pascal Wolter gegen den erneut für den verletzten Julian Bär im Rutesheimer Tor stehenden Dennis Mangold sicher zum 3:0 verwandelte (62.). Spätestens jetzt war die Partie entschieden. „Wir waren einfach zu passiv und haben das mit den Abständen nicht hinbekommen“, monierte Trainer Rolf Kramer, der aber auch schon wieder nach vorne blickte: „Wir müssen diesen Tag abhaken und das akzeptieren.“

Direktspiel und Doppelpässe

Nach passablem Beginn mit Möglichkeiten für Salvatore Catanzano (5.) und Luca Alberici (12.) legte Löchgau mit einfachen Mitteln schon früh vor. Eben weil die SKV in der Defensivarbeit nicht nah genug am Mann war, kombinierten sich die Gastgeber mit Direktspiel und Doppelpässen durch die Rutesheimer Reihen, ohne ernsthaft gestört zu werden. Ein Pass in die Schnittstelle reichte, und Peter Wiens erzielte die Führung (16.). Drei Minuten später stand der Torschütze halblinks frei – 2:0. Die Treffer zeigten Wirkung. Bis zur Pause hatte der Tabellenzweite keine nennenswerte Chance mehr.

Mit der Umstellung auf ein 4-1-4-1-System kam die SKV etwas besser ins Spiel. Kramer: „Wir hatten nach der Pause eher Möglichkeiten, das Ding zu drehen.“ Der eingewechselte Steffen Hertenstein scheiterte mit einer „Hundertprozentigen“ an Brasch (55.). Wellert vergab den Elfmeter. Und es kam noch schlimmer. Mario Andric erhöhte sogar noch auf 4:0 (82.), ehe Patric Vaihinger nach zunächst abgewehrter Ecke zumindest noch auf 1:4 verkürzte (88.). Ein Treffer, der bei dem Kopf-an-Kopf-Rennen an der Spitze womöglich noch ganz wichtig werden könnte.

SKV Rutesheim: Mangold, Wellert, Kogel, Trefz (46. Weiß), Alberici, Gebbert, Baake, Schneider, Catanzano, Crepaldi (46. Hertensrein), Lulic (63. Müller).

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