Fußball in Rutesheim Handelfmeter rauben Heimerdingen den Nerv

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Hier bleiben die Hände weg: Der Heimerdinger Pechvogel Daniel Riffert (rechts) klärt gegen Steffen Hertenstein mit dem Fuß. Foto: Andreas Gorr Foto:  

Rutesheim - Das Verbandspokalspiel war dann doch wohl nur ein einmaliger Ausrutscher. Der TSV Heimerdingen hatte sich im Vergleich der beiden Altkreismannschaften ausnahmsweise auf des Gegners Platz mit 2:1 durchgesetzt. Das gab es in einem Pflichtspiel zwischen der SKV Rutesheim und den Heimerdingern schon seit einer gefühlten Ewigkeit nicht mehr. Wann immer die Nachbarn in den gemeinsamen Landesligajahren zwischen 2012 und 2017 aufeinandertrafen, behielt die Heimmannschaft die Oberhand. Warum sollte es also nun im ersten Aufeinandertreffen der beiden Teams in der Verbandsliga anders laufen?

Das 4:0 für die Heimmannschaft spiegelt allerdings nicht wirklich die Kräfteverhältnisse auf dem Platz wider. Das 1:0 zur Pause schmeichelte den Gastgebern. Sie hatten in den ersten 45 Minuten nur einen Vorteil. Und das war ihre Effektivität. Aus zwei Chancen machten sie ein Tor. Der TSV Heimerdingen kam auf fünf gute Möglichkeiten, schlug daraus aber kein Kapital. Daran wird die Mannschaft arbeiten müssen, will sie in der Verbandsliga bestehen. Ein langer Pass von Mustafa Uslu reichte der SKV, um in Führung zu gehen. Daniel Riffert und Salvatore Pellegrino schauten nur zu, Robin Münst nahm den Ball an der Strafraumgrenze an, zog direkt ab – 1:0 (14.). Auf der anderen Seite verpassten Pascal Coelho (3.), Marc Bitzer (9.) und zweimal Michele Ancona (17., 40.) einen Treffer. Ein Freistoß von Daniel Riffert landete zudem an der Oberkante der Latte (21.).

Drei Tore in neun Minuten

Im zweiten Durchgang war die Partie vor über 500 Zuschauern dann nach nur neun Minuten gelaufen. Haben sich die Gemüter vor allen Dingen in der Bundesliga über die Handspielregel erhitzt, bietet sie nun auch in den unteren Klassen reichlich Gesprächsstoff. Insbesondere der Heimerdinger Kapitän Daniel Riffert wird einiges dazu beitragen können. Einmal war es ein Ball von Joshua Schneider, einmal einer von Steffen Hertenstein – zweimal hatte der Schiedsrichterassistent die Fahne oben, zweimal verwandelte Christopher Baake vom Elfmeterpunkt (47., 54.). Dazwischen lag auch noch das 3:0 des starken Mustafa Uslu (50.). Heimerdingen war damit klar geschlagen und wusste gar nicht so recht warum.

In der Folge tat das Team von Trainer Jens Eng nicht unbedingt mehr als nötig. Auf beiden Seiten landete der Ball noch einmal am Querbalken (Michele Ancona für Heimerdingen, Gianluca Crepaldi für Rutesheim). Die Gäste hätten an diesem Abend aber wahrscheinlich noch zwei Stunden spielen können – den Ball hätten sie wohl auch dann nicht mehr im gegnerischen Kasten untergebracht.

SKV Rutesheim: Bär, Uslu, Wellert (58. Wemmer), Kogel, Trefz, Schneider, Weiß (46. Gebbert), Baake (80. Karthein), Crepaldi, Hertenstein (68. Schulze), Münst.

TSV Heimerdingen: Riesch, Pellegrino, Riffert, Schlichting, Widmaier, Stampete (52. Schäffler), E. Öztürk (60. Kolb), Bitzer, Coelho (66. Lubenskiy), M. Ancona, M. Öztürk (70. Prkacin).

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