Fußball in Rutesheim Die Wissenschaft hält Einzug in der 6. Liga

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Gianluca Crepaldi: Die erste Einheit im Winter ist diesmal auf dem Laufband. Foto: privat

Rutesheim - Die SKV Rutesheim wandelt auf den Spuren der Bundesliga. Leistungstests und Leistungsdiagnostik gehören zum Standardprogramm der Profis. So mussten beispielsweise die Mannen von Dortmunds Coach Lucien Favre unter anderem zuerst aufs Laufband, um den Fitnesszustand zu ermitteln und daraus abzuleiten, wer ins Wintertrainingslager mitfährt und wer nicht.

Eine Vorbereitung im sonnigen Süden hat es für die Rutesheimer nicht gegeben, dafür aber, bevor es wieder auf den Platz ging, den Einsatz auf dem Laufband mit Atemmaske. Eine Premiere im Altkreisfußball, eine Ausnahme bei einem Vertreter in der sechsthöchsten deutschen Spielklasse. „Das ist sicher ungewöhnlich für einen Amateurverein“, sagt der Coach Rolf Kramer, „aber wir trainieren viel zu pauschal. Mit den erhobenen Werten haben wir die Möglichkeit, das Ganze zu differenzieren.“

Erst auf die Waage, dann aufs Laufband

Alle Spieler mussten zuerst auf die Waage. Neben dem Gewicht wurden dabei die Fett- und Wasseranteile im Körper ermittelt. Dann ging’s mit Atemmaske auf das Laufband – drei Minuten bei fünf Stundenkilometern, danach jede Minute einen Kilometer schneller bis zur Erschöpfung. In der Spiroergometrie geben die Sauerstoffaufnahme, Kohlendioxidabgabe, das Atemminutenvolumen und die Atemfrequenz Auskunft über die Ausdauerleistungsfähigkeit und die Stoffwechselaktivitäten – wann verbrennt der Körper Fett, wann greift er auf Kohlehydratspeicher zurück?

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