Fußball Heimerdingen bringt sich um den Lohn

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Heimerdingens Salvatore Pellegrino (rechts) im Duell mit Joa Victor Schick. Foto: Baumann

Heimerdingen - Auch nach dem achten Spiel in der Fußball-Verbandsliga wartet der TSV Heimerdingen noch immer auf den ersten Saisonsieg. Gegen die routinierte Mannschaft von Calcio Leinfelden-Echterdingen unterlag die Mannschaft von Trainer Jens Härter auf eigenem Platz mit 0:2. „Bei uns wiederholt sich vieles: Hinten unterlaufen uns individuelle Fehler, und vorne nutzen wir unsere wenigen Chancen nicht. Wir haben uns selbst um den Lohn gebracht“, haderte der Heimerdinger Coach.

Die vorentscheidende Szene spielte sich in der 50. Minute ab: Nachdem die Heimerdinger Abwehr in der ersten Halbzeit wenig Probleme gegen eine allerdings auch harmlose Gäste-Offensive hatte, waren die Gastgeber bei einem schnellen Einwurf nicht auf der Höhe, sodass sich Echterdingens flinker Stürmer Daniele Cardinale im Laufduell gegen einen TSV-Abwehrspieler durchsetzen konnte und mit seinem Schuss aus 14 Metern Schlussmann Lukas Emmrich keine Chance ließ. „In dieser Szene hat komplett die Absicherung gefehlt“, monierte Härter.

Schon drei Minuten zuvor hatte Heimerdingen Glück, als Cardinale nach einem weiten Pass freistehend von links einen Schlenzer am rechten Pfosten vorbei setzte. Und auch Joao Victor Schick tauchte kurz nach Wiederanpfiff frei vor Emmrich auf, der den Ball in dieser Situation gerade noch rechtzeitig wegspitzeln konnte. Einen weiteren Rückschlag mussten die Gastgeber in der 61. Minute hinnehmen, als Innenverteidiger Gabriel Fota nach einem Foul an der Mittellinie mit gestrecktem Bein die gelb-rote Karte sah. „Fota hat im ganzen Spiel zwei Fouls begangen. Dafür mit Gelb-Rot vom Platz zu müssen, ist eine harte Entscheidung“, haderte Coach Härter.

Er brachte in der 65. Minute den lange verletzten Robin Rampp für Nikola Prkacin, der in der Schlussphase auf der linken Seite mit seiner Schnelligkeit im Zusammenspiel mit Salvatore Pellegrino für mächtig Betrieb sorgte. In der 74. Minute ergab sich für den TSV eine Dreifach-Chance zum Ausgleich: Zunächst scheiterte Pellegrino mit einem Schuss aus 22 Meter an Schlussmann Bleron Berisha, der auch den Nachschuss von Michele Ancona glänzend parierte. Den Abpraller erwischte Filippo Intemperante, dessen abgefälschter Schuss am Pfosten landete. „Wenn wir in der Tabelle weiter oben stünden, wäre einer dieser Schüsse reingegangen“, meinte Härter. Eine weitere Chance vergab Antonio Di Matteo in der 83. Minute, dessen Volleyschuss aus acht Metern nach einer Flanke von links knapp über die Latte strich. Am Ende rächten sich dann aber wieder die Abwehrfehler: Vor dem eigenen Strafraum vertändelte ein TSV-Akteur den Ball, Ugur Capar lief bis zur Grundlinie durch und passte zurück auf den kurz zuvor eingewechselten Volkan Candan, der aus kurzer Distanz zum 0:2 (90.) traf. „Unter Druck dribbelt man nicht und spielt keine Zuckerpässe“, kritisierte Härter. Am Ende musste sich der TSV bei Schlussmann Emmrich bedanken, dass es kein 0:3 gab: Der Keeper parierte in der Nachspielzeit bärenstark einen Foulelfmeter von Timo Bäuerle.

TSV Heimerdingen: Emmrich, Pellegrino, Riffert, Fota, Schäffler, Prkacin (66. Rampp), Widmaier, Di Matteo, Sapia (88. Abdiji), Intemperante (76. Grau), Ancona (86. Gutsche).

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