Fußball Die SKV Rutesheim hat den ersten Zug

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Auch wenn der Blick scheinbar in die Ferne schweift, der Rutesheimer Trainer Rolf Kramer schaut nur auf Schluchtern. Foto: Baumann

Rutesheim - Die Landesliga-Tabelle liest sich fast wie die in der Bundesliga. Über allem und allen thront der FV Löchgau. In 16 Partien gab’s 15 Siege und ein Unentschieden – das ganze mit lediglich zwei Gegentoren. Das schaffen noch nicht einmal die Bayern aus München. Dahinter folgt mit dem TSV Heimerdingen und der SKV Rutesheim das Duo aus dem Altkreis und mit gehörigem Sicherheitsabstand (zehn, beziehungsweise sieben Punkte) die SpVgg 07 Ludwigsburg. Passiert nichts Außergewöhnliches mehr, geht es im Grunde nur noch darum, wer am Ende auf Platz zwei landet und die Aufstiegsspiele zur Verbandsliga bestreitet.

Derzeit heißt es: Vorteil Heimerdingen. Das allerdings nur, weil der Konkurrent aus Rutesheim noch ein Spiel nachzuholen hat. Deshalb wird es für die Mannen von Trainer Rolf Kramer auch bereits an diesem Wochenende ernst, wenn sie am Samstag (15 Uhr) beim SV Schluchtern antreten. Der Rest der Liga – nur der FV Ingersheim und der SV Kornwestheim sind in einer zweiten Nachholpartie am Sonntag gefordert – haben noch eine Woche länger Zeit, sich auf den Wiederbeginn der Punktrunde nach der Winterpause vorzubereiten.

Mit einem Sieg übernimmt die SKV Platz zwei

Nimmt die SKV Rutesheim die drei Zähler aus Schluchtern mit, dann verdrängt sie den Konkurrenten aus der Nachbarschaft aufgrund der besseren Tordifferenz auf den dritten Rang. Für Rolf Kramer wäre das aber nur ein – wenn auch schöner – Nebeneffekt. „Wir haben dann immer noch 14 Spiele. Da macht es noch gar keinen Sinn, über Punkte und Abstände nachzudenken. Wir wollen einfach möglichst optimal in die Runde starten.“

Auch wenn die Generalprobe im letzten Test mit dem 2:3 gegen den Verbandsligisten TSV Ilshofen vom Ergebnis her nicht ganz glückte, hat die Mannschaft in der Vorbereitung bereits gute Ansätze gezeigt. Unter anderem mit einem 2:2 gegen den SGV Freiberg, der am vergangenen Wochenende den Oberliga-Spitzenreiter FC Nöttingen mit 3:1 bezwungen hat. Zudem stand in vier von sieben Begegnungen hinten die Null. Und das, obwohl das erfolgreiche Team der Vorrunde umgebaut werden muss. Dennis Schwenker steht wegen eines Auslandaufenthaltes nicht mehr zur Verfügung, Gianluca Crepaldi verletzte sich beim Hallenturnier in Sindelfingen am Arm, musste operiert werden und wird, wenn überhaupt, erst zum Saisonende wieder zurück erwartet.

Die Formkurve bei Stamatis Sideris zeigt nach oben

Mit dem Neuzugang aus Eltingen, der sich gleich gut eingefunden und bislang sieben Tore erzielt hat, fehlt zwar ein Spieler, der den Ball in der Spitze gut behaupten kann, dafür zeigt die Tendenz bei Stamatis Sideris wieder nach oben. Verletzungsbedingt in der Vorrunde nie richtig in Tritt gekommen, attestiert ihm sein Trainer nun eine gute Vorbereitung. Steffen Hertenstein, Raphael Schneider und Christopher Baake sind weitere Alternativen für den Rutesheimer Sturm.

Ob er hinten mit Dreierkette (Marijan Salopek, Pascal Haug, Alexander Wellert) oder vier Spielern agieren wird, macht Trainer Rolf Kramer davon abhängig, auf welchem Platz in Schluchtern gespielt wird. Unabhängig davon erwartet er alles andere als einen Spaziergang: „Schluchtern ist eines der schwierigsten Spiele. Es gibt schönere Aufgaben zum Start.“

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