Fußball Der Kapitän kann nur zuschauen

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Im zentralen Mittelfeld wird ein Platz frei: Nils Lüdcke ist ein Kandidat für die Heimerdinger Startelf. Foto: Baumann

Ditzingen - Die Abschiedstournee beginnt. Der Übungsleiter Andreas Broß hat die Spieler des TSV Heimerdingen zum vorerst letzten Mal zu einem Trainingsauftakt gebeten. Zum Ende des vergangenen Jahres hatte er angekündigt, dass er für eine weitere Saison nicht mehr zur Verfügung steht. Der 44-Jährige Ex-Profi braucht eine Auszeit. Berufliche aber auch persönliche Gründe haben den Vollblutfußballer, der laut Abteilungsleiter Uwe Sippel in den sieben Jahren in Heimerdingen lediglich „gefühlte fünf Einheiten gefehlt hat“, zu diesem Entschluss bewogen.

Einen Nachfolger gibt es noch nicht. Uwe Sippel hat bislang auch noch keine Gespräche mit Kandidaten geführt, will das Thema aber möglichst bis zum Beginn der Punktspiele am Wochenende 5./6. März, vom Tisch haben. Das Anforderungsprofil ist erstellt. Dabei fallen die Worte Identifikation mit dem Verein und Verknüpfung mit der Jugend vorneweg. Eines stellt der Abteilungsleiter aber von vorneherein klar: „Wenn man anfängt den Neuen mit Andreas Broß zu vergleichen, dann müsste man ihn eigentlich gleich wieder entlassen.“ Denn das Engagement des derzeitigen Coaches ist deutlich über das Normalmaß hinausgegangen.

Keine Angst vor Motivationsproblemen

Und das, davon ist der Abteilungschef überzeugt, wird auch bis zum Saisonende so bleiben. „Wir wollten das mit der Bekanntgabe nicht ewig hinausziehen. Aber ich mache mir auch keinerlei Gedanken darüber, dass es deswegen jetzt Motivationsprobleme geben könnte.“ Alleine die Tabelle bietet Anreiz genug. Der TSV hat eine überragende Hinrunde gespielt und steht mit 37 Punkten auf Platz zwei.

Aufstieg oder Relegation sind für Broß deshalb aber kein Thema: „Wir müssen sehen, dass wir wieder in die Form kommen, die wir zwischen dem fünften und zwölften Spieltag gehabt haben, und versuchen, das spielerische Niveau weiter anzuheben. Wohin das am Ende führt, wird sich dann zeigen.“

Daniel Riffert fällt bis zum Saisonende aus

Das Vorhaben wird dadurch erschwert, dass mit Daniel Riffert der Kopf der Mannschaft für den Rest der Runde ausfällt. Der Spielführer musste sich einer Knieoperation unterziehen. Eine Chance für Nils Lüdcke. Weil es so gut lief, blieb dem Mittelfeldmann in der Regel nur die Rolle des Ersatzmannes.

Auch Robin Rampp wird nach einer Schulteroperation zunächst noch fehlen. Der Coach hält sich nicht lange damit auf: „Vor der Saison hatten wir das Thema, dass Fabian Ruf eigentlich nicht zu ersetzen ist. Wir haben es doch ganz gut hingekriegt. Da heißt es: nicht jammern, sondern machen.“ Und das umso mehr im Hinblick auf das erste Spiel nach der Winterpause. Da kommt es am 6. März gleich zum Aufeinandertreffen mit dem ungeschlagenen Spitzenreiter FV Löchgau.

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