Fußball Altkreisteams mischen oben und unten mit

Von Andreas Klingbeil
Heimsheim (links Norman Röcker) und Rutesheim ( Tobias Gebbert) kämpfen um die vorderen Plätze Foto: Pressefoto Baumann

Leonberg - Was wurde nicht alles orakelt vor dem Saisonbeginn im Sommer. In einem Punkt waren sich die so genannten Experten in den Vereinen aber fast einig: Am TSV Crailsheim als heißestem Titelkandidat führt in dieser Runde kein Weg vorbei. Und jetzt? Jetzt steht der mit so vielen Vorschusslorbeeren bedachte Club auf Tabellenplatz fünf, satte 20 Punkte hinter dem FV Löchgau. Der scheinbar übermächtige Tabellenführer hat 15 von 16 Partien gewonnen, einmal unentschieden gespielt und lediglich zwei Gegentore kassiert. Gerade angesichts der Fehlprognose zum Rundenstart werden sich jetzt viele hüten, den Spitzenreiter vorzeitig zum Meister zu küren.

Heimerdingen fordert den Spitzenreiter

Zumal der erste Spieltag nach der Winterpause ja auch gleich mit einem echten Paukenschlag aufwartet. Am Sonntag (15 Uhr) kommt es zum Gipfeltreffen beim TSV Heimerdingen. Der Tabellenzweite kann die Liga vielleicht noch einmal spannend machen. Schließlich kassierte auch die Mannschaft von Trainer Andreas Broß bislang lediglich eine Niederlage – mit 1:4 beim FV Löchgau. Doch die Umstände verheißen nichts Gutes. Kapitän Daniel Riffert und Robin Rampp fallen nach Operationen aus. Das war schon vor der Winterpause klar. Nun gesellten sich während der Vorbereitung aber noch eine ganze Reihe von Stammspielern zu den Verletzten. Der TSV hatte teilweise Mühe, überhaupt eine Mannschaft zu stellen. Zumindest meldet sich Nils Lüdcke zurück. Stürmer Murat Öztürk, der wegen einer Augenverletzung passen musste, schafft es möglicherweise auch noch rechtzeitig zum ersten Spiel, wieder einsatzfähig zu sein.

Angesichts der schwierigen personellen Voraussetzungen will Trainer Broß von Gedankenspielen, die sich um das Thema Platz zwei und Aufstiegsrelegation ranken, gar nichts wissen: „Wir haben im Moment erst einmal mit uns selbst zu tun.“ Die Auftritte in den letzten Testspielen gegen den TSV Schwieberdingen und die SpVgg Ludwigsburg waren alles andere als ansprechend. Doch der Übungsleiter ist überzeugt davon, dass er sich auf seine Schützlinge verlassen kann, wenn es ernst wird. „Wir müssen gegen Löchgau hohe Lauf– und Leistungsbereitschaft zeigen. Spielerische Elemente und Offensivspiel kommen da erst zum Schluss“, sieht er seine Elf in der Außenseiterrolle. Und eigentlich braucht er sich ja auch gar keine Sorgen machen. Schon im Sommer lief die Vorbereitung nun wirklich nicht nach seinen Vorstellung. Das Resultat: die beste Vorrunde, die der TSV Heimerdingen in der Landesliga bislang gespielt hat.

Rutesheim muss in Crailsheim zulegen

Die SKV Rutesheim hat ihren Auftakt bereits hinter sich. Mit dem 1:1 beim SV Schluchtern hat das Team zwar den Sprung auf den zweiten Tabellenplatz verpasst. Auf die Leistung, so Trainer Rolf Kramer, könne man jedoch aufbauen. Die SKV wird zulegen müssen, will sie auch im zweiten Auswärtsspiel des Jahres etwas Zählbares mitnehmen. Schließlich geht es am Sonntag (15 Uhr) zum TSV Crailsheim, der, will er die Tür zu Platz zwei noch einen Spalt offen halten, unbedingt gewinnen muss. Ärgerlich für Trainer Kramer: er muss seine Angriffsformation gleich wieder umbauen, da Steffen Hertenstein nach gelb-roter Karte in Schluchtern für diese Partie gesperrt ist.

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