Frauenfrühstück in Leonberg Die Mischung stimmt nicht nur am Buffet

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Frauenfrühstück: Erst etwas für den Magen, dann für die Lachmuskeln. Foto: factum/Bach

Leonberg - Die Mischung stimmt. Nicht nur bei der Auswahl auf dem großzügigen Frühstücksbuffet. Hier finden sich allerlei hausgemachte Spezialitäten. Verschiedene Dips locken, ob mit Lachs, Thunfisch oder Kräutern, Pfannkuchenröllchen, Hähnchensalat, verschiedene Quiches, darunter auch einige vegetarische Leckereien. Alles hausgemacht von den 15 Frauen des Frauenzentrums, alle Jahre wieder ­anlässlich des Weltfrauentags. Die haben damit einiges zu tun, denn das Büffet muss für rund 150 Frauen reichen.

Doch zur gelungenen Mischung an diesem Samstagmorgen gehören immer auch ein wenig Kommunalpolitik und ein unterhaltsames Kabarett. Als Zugabe zum Früh­stücksbüffet bietet die Stuttgarter Musikkabarettistin Sabine Schief spritzigen Humor rund um alle gängigen Frauenthemen und sorgt für reichlich „Lachen mit Tiefgang“, wie sie ihr Programm selbst beschreibt. Diese Mischung aus Frühstück, politischen Gesprächen und bester Unterhaltung ist der Organisatorin Renate Strauss für die Veranstaltung wichtig. Seit 2011 organisiert sie als Vorsitzende der Agendagruppe Frauen für Gleichberechtigung, unter anderem das Frauenfrühstück.

Idee der Gleichstellungsbeauftragten

Bis dahin hatte sich die damalige Leonberger Gleichstellungsbeauftragte dafür engagiert. Als 2010 die Stelle eingespart wurde, sind die Ehrenamtlichen eingesprungen und haben einige der Aktivitäten übernommen. Jetzt keimt aber neue Hoffnung auf bei Renate Strauss, dass es vielleicht schon in einem Jahr wieder eine Gleichstellungsbeauftragte geben wird. Dann nämlich, wenn Leonberg die Ein­wohnerzahl von 50 000 überschreitet, wird eine solche Stelle zur Pflicht. „Und bei    den ganzen Wohnungsbautätigkeiten könnte das schon bald der Fall sein“, freut sie sich. Das Gute daran: Das Land würde einen Großteil der Personalkosten tragen.

Und weil es in einem Wahljahr nahe liegt, sich näher mit der Kommunalpolitik und vor allem den Kommunalpolitikerinnen zu beschäftigen, hat sie die Leonberger Gemeinderätinnen eingeladen, die sich wieder zu Wahl stellen. Gekommen sind fünf von insgesamt sieben: Gitte Hutter (Linke), Susanne Kogel (CDU), Jutta Metz (Freie Wähler), Birgit Widmaier (Grüne) und Christa Weiß (SPD).

Mehr Frauen in politischen Gremien

Das Ziel von Renate Strauss – mehr Frauen in den Gremien – ist aber längst nicht ­erreicht. Der Anteil der Frauen im Leonberger Gemeinderat war bei der letzten Wahl sogar rückläufig, von 38 auf 31 Prozent. Unermüdlich tritt Renate Strauss deshalb dafür ein, dass Frauen gezielt auch Frauen wählen. Und weil die Wahl am 26.  Mai leichter fällt, wenn man die Kandidatinnen kennt, werden sie in einer Talkrunde zu ihren Schwerpunkten befragt und warum sie sich im Gemeinderat ehrenamtlich engagieren.

Gitte Hutter ist die jüngste in der Runde und seit 2014 im Gemeinderat, ihr Ziel ist mehr Lebensqualität für Leonberg. Susanne Kogel war unzufrieden mit vielen Dingen in der Stadt, als sie sich 2007 zum ­ersten Mal aufstellen ließ. Ihr geht es bei der Gemeinderatsarbeit um zielorientierte Problemlösung. Jutta Metz hat sich schon immer für Politik interessiert und ist seit 1999 dabei, obwohl ihre Tochter damals erst sechs Jahre alt war. Ihr Schwerpunkt sind soziale Themen.

Auch Birgit Widmaier hatte schon immer Interesse an Kommunalpolitik. Sie kam 1994 erstmals in den Gemeinderat und setzt sich unter anderem für den Klimaschutz ein. Und Christa Weiß, die seit 1989 im Gemeinderat ist, will sich auch weiterhin schwerpunktmäßig für günstigen Wohnraum einsetzen.

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