Frank Feller aus Leonberg Das zu Null gegen Belgien tut gut

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Manöverkritik: DFB-Torwarttrainer Aaron Bohnes (links), Frank Feller. Foto: Baumann/Hansjürgen Britsch

Frank Feller hat sich mit einem guten Gefühl in den Urlaub verabschiedet: Der gebürtige Leonberger hat sich auf internationaler Ebene mit der deutschen U 18-Nationalmannschaft nach dem 1:4 gegen die Niederlande Ende März in Schwieberdingen in seinem letzten U 18-Länderspiel mit einem 4:0-Erfolg über die hoch eingeschätzten Alterskollegen in Belgien rehabilitiert. Und auf nationaler Ebene hat der Torhüter mit dem 1. FC Heidenheim den Klassenerhalt in der A-Junioren-Bundesliga geschafft. Entscheidend war ein 3:2-Auswärtserfolg bei Bayern München. „Es waren schwierige Wochen für mich nach dem 1:4 gegen die Niederlande, aber jetzt bin ich überglücklich“, sagt Frank Feller.

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Im belgischen Hasselt wurde Frank Feller über 90 Minuten wenig geprüft. „Es sind nur zwei Schüsse auf mein Tor gekommen, meistens war ich in der Spieleröffnung gefordert“, berichtet er. Deutschland habe bei rund 25 Grad eine starke Laufleistung geboten und die Belgier mit zwei Doppelpacks aus dem Spiel genommen. In der ersten Halbzeit trafen Melkamu Frauendorf (FC Liverpool) in der 19. und Brajan Gruda (FSV Mainz 05) kurz darauf in der 21. Minute. In der zweiten Hälfte sorgten Stefano Mariano (Karlsruher SC/60.) und erneut Gruda (66.) für den 4:0-Endstand. „Es fehlten einige etablierte Spieler wegen Prüfungen, von daher ist ein Spiel ohne Gegentor gegen eine der Top-Nationen im Juniorenbereich nicht so schlecht“, findet Frank Feller.

Mit Heidenheim in Abstiegsgefahr

Der Start in die A-Junioren-Bundesliga nach der Länderspielpause Ende März verlief für den 18-Jährigen holprig. Beim SC Freiburg unterlag er mit dem 1. FC Heidenheim nach einer 1:0-Führung noch mit 1:4. In Abstiegsgefahr geriet der 1. FCH in der Woche darauf nach einem 2:3 gegen den Tabellenvorletzten SSV Ulm. „Ulm hat in Unterzahl fünf Minuten vor Schluss den Siegtreffer erzielt“, erinnert sich Feller noch mit Schrecken.

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Mit einem überraschenden 3:2-Erfolg bei Bayern München nach einem 0:2-Rückstand machte Heidenheim am vorletzten Spieltag dann aber den Klassenverbleib perfekt. „Das waren Emotionen pur. Wie wir zurückgekommen sind, war phänomenal“, erzählt der Leonberger. Da fiel es nicht mehr ins Gewicht, dass das letzte Heimspiel mit 0:1 gegen den FC Augsburg verloren ging, der sich mit diesem Dreier die Meisterschaft vor dem punktgleichen 1. FC Nürnberg sicherte. „Für unsere Verhältnisse haben wir in den letzten vier Partien ganz schön viele Tore gefressen“, bilanziert Feller selbstkritisch.

Bis zum 13. Juni hat der Torhüter, der im kommenden Jahr sein Fachabitur machen wird, nun frei. Nach überstandener Zahnoperation – alle vier Weisheitszähne wurden gezogen – geht es zum ersten Mal seit vier Jahren wieder mit der Familie in Urlaub auf die griechischen Inseln.

Vorbereitung mit dem Zweitliga-Team

Danach startet er zusammen mit den Zweitliga-Profis in die Vorbereitung auf die neue Runde. „Diesmal gibt es in der A-Junioren-Bundesliga zwar nur vier statt sieben Absteiger, aber die Saison wird nicht leichter werden“, glaubt Frank Feller. In der Nationalmannschaft rückt der Leonberger in die U 19 auf, die weiterhin vom ehemaligen Ditzinger Regionalligaspieler Guido Streichsbier betreut wird. Im Herbst stehen die Qualifikationsspiele für die Europameisterschaft 2023 in Malta an. Die Gegner sind Armenien, Belarus und die Slowakei.

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