Engagement für die Hesse-Bahn überzeugt Renninger Erwin Eisenhardt gewinnt Mobilitätspreis

Von Kathrin Klette
Die Erweiterung des Renninger Bahnhofs ist ein Teilprojekt zur Reaktivierung der Schwarzwaldbahn als Hermann-Hesse-Bahn. Foto: Simon Granville/Simon Granville

Eine Mitfahrgelegenheit für den Landkreis finden, Mobilitätsdaten zu einem Navigationserlebnis verknüpfen, Lieferdienste und Gewerbetreibende vom Lastenrad überzeugen – oder die Schwarzwaldbahn wieder ans Laufen bekommen: Die Nominierten für den Wettbewerb „Wir machen Mobilitätswende“ haben sich einiges einfallen lassen, um Mobilität in Stadt und Land neu zu denken. Fünf von ihnen sind jetzt vom Land ausgezeichnet worden, darunter der Renninger Erwin Eisenhardt für sein Engagement bei der Bürgerinitiative „Unsere Schwarzwaldbahn“ (Baus).

Die Initiative setzt sich seit ihrer Gründung für die Reaktivierung der ehemaligen Zugverbindung zwischen Calw und dem Stuttgarter Schienennetz ein. Als Hermann-Hesse-Bahn soll die einstige Schwarzwaldbahn ab 2023 wieder fahren. Nominiert war der Renninger in der Kategorie Ausbau des ÖPNV und On-demand-Verkehr.

Auszeichnung soll das Engagement sichtbar machen

Mit der Auszeichnung „Wir machen Mobilitätswende“ sollen die Projekte, die sich in besonderer Weise für die Mobilitätswende einsetzen, sichtbar und erlebbar gemacht werden, heißt es vom Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg, das den Preis 2020 das erste Mal ausgelobt hat. Die Nominierten haben beispielsweise markterprobte Produkte, Dienstleistungen oder Geschäftsmodelle entwickelt, die Verkehr klimafreundlicher, effizienter, sozial gerechter oder wirtschaftlich sinnvoll gestalten und die Mobilität im Land zukunftsfähig machen. Die Auszeichnung wird vergeben in den den Kategorien ÖPNV, Radverkehr, Antriebswende, Multimodalität und Sharing.

Publikumspreis geht in den Ostalbkreis

Erstmals wurde dieses Jahr außerdem ein Publikumspreis vergeben. Fast 250 000 Online-Stimmen wurden dafür abgegeben. Hier reichte es aber nicht für die Schwarzwaldbahn. Gewonnen hat das Projekt Pendla im Ostalbkreis von Anja Henning, mit dessen Hilfe Mitfahrgelegenheiten für den Landkreis gefunden werden können.

„Ich bin überzeugt: Die Mobilität der Zukunft wird ein gemeinschaftliches System sein – mit Sharing, dem Fahrrad und einem starken ÖPNV sowie digitalen und elektrischen Lösungen“, sagt der Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne). „Nur zusammen werden wir die Klimakrise bewältigen und die Belange der Menschen wieder in den Mittelpunkt der Verkehrspolitik stellen.“

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