Elterntaxis bleiben ein Ärgernis Polizei kontrolliert derzeit verstärkt die Schulwege

Von red/edi
Falsch parkende Mama- oder Papa-Taxis führen vor den Schulen zu brenzligen Situationen. Foto:  

Am 12. September hat die Schule begonnen. Die Polizei nimmt dies zum Anlass, Schulwege besonders zu überwachen. Wie das Polizeipräsidium Ludwigsburg mitteilt, kontrollieren derzeit zahlreiche Einsatzkräfte den Verkehr. In bisher insgesamt 163 Kontrollen habe es zur Freude der Polizei praktisch keine nennenswerten Beanstandungen gegeben.

Meist führe man „ verkehrserzieherische Gespräche“ oder spreche bei kleineren Verstößen mündlich Verwarnungen aus. Entsprechend sei auch die Resonanz der Bevölkerung auf die Kontrollen überwiegend positiv ausgefallen, heißt es in einem Pressebericht des Polizeipräsidiums.

„Elterntaxis“ trüben das an sich gute Gesamtbild

„So vorbildlich das Verhalten des weit überwiegenden Teils der Kinder und Jugendlichen auch ist, es sind immer wieder die sogenannten ,Elterntaxis’, die das Bild etwas trüben“, betonen die Polizeibeamten. Neben Verstößen gegen die Gurtpflicht sowie gegen das Verbot zur Handynutzung am Steuer fallen den Beamten bei den Kontrollen auch immer wieder Kinder auf, die im Auto der Eltern nicht vorschriftsmäßig gesichert sind.

Auch der Trend, den Nachwuchs möglichst bis direkt vor die Schule zu fahren, setzt sich laut Polizeibeobachtungen in diesem Jahr fort. Dies führe parkenden Fahrzeugen im Halteverbot, auf Geh- oder Radwegen oder in Bushaltestellen.

„Jedes vor der Schule fahrende oder parkende Auto stellt ein Sichthindernis sowie eine mögliche Gefahrenquelle für andere Schülerinnen und Schüler dar“, betont die Polizei. Kindern werde dadurch das Überqueren der Straße erschwert oder sie würden gezwungen, wegen blockierter Gehwege auf die Fahrbahn auszuweichen.

Polizei appelliert an die Eltern

Das Polizeipräsidium Ludwigsburg appelliert an das Verantwortungsbewusstsein der Erwachsenen: „Schützen Sie durch Ihr Verhalten Ihre eigenen und die Kinder anderer. Sicherheitsgurte und geeignete Kindersitze oder Sitzerhöhungen sind nicht nur vorgeschrieben, sie können schwere Verletzungen verhindern.“ Die Polizei fordert Eltern auf, ihren ABC-Schützen den Schulweg zu zeigen und mit ihnen das sichere Verhalten im Straßenverkehr zu üben, anstatt sie mit dem Auto vor die Schule zu fahren.

Die Kontrollaktionen werden noch bis zum Ende dieser Woche fortgeführt.

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