Einsätze im Altkreis Sturmtief Eberhard: Feuerwehr ist im Dauereinsatz

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Die Feuerwehr muss das schiefe Gerüst Stück für Stück abbauen. Foto: SDMG

Altkreis - Nicht nur für unzählige umgestürzte Bäume und abgedeckte Dachziegel hat Sturmtief Eberhard am Sonntagnachmittag im Altkreis Leonberg gesorgt. Im Weil der Städter Teilort Merklingen brachten die heftigen Böen ein Baugerüst fast zum Einsturz. Das Haus in der Stieglitzer Straße war ohnehin zum Abbruch bestimmt. „Das Dach war bereits abgebaut, aber die Giebelseiten nicht richtig gesichert“, berichtet der Weiler Kommandant Jürgen Widmann. Ein Giebel sei eingestürzt und habe das Gerüst in Mitleidenschaft gezogen. Die Feuerwehr musste das Gerüst von oben über eine Drehleiter Stück für Stück abbauen. Keine leichte Aufgabe bei anhaltendem starken Wind. Der hinzugerufene Baufachberater der Feuerwehr Böblingen habe dazu geraten, auch die andere Giebelseite kontrolliert einstürzen zu lassen. „Es bestand eine Gefahr für Fußgänge rund die Nachbargebäude“, sagt der Kommandant. Zwischenzeitlich seien 30 Einsatzkräfte der Weiler Feuerwehr im Einsatz gewesen. Dazu mussten die Kameraden drei Mal wegen abgedeckter Dachziegel, einer umgebogenen Antenne auf einem Dach sowie wegen zwei umgestürzter Bäume ausrücken. 

Einige Straßen weiter hatte der Wind Dachziegel abgedeckt. Keine Ziegel, dafür Styroporplatten wurden in Leonberg vom Dach eines entstehenden Neubaus in der Eltinger Straße geweht. Die Dämmplatten verteilten sich rund um das Gebäude, auch auf die Fahrbahn. Die Polizei sperrte den Abschnitt kurzzeitig. „Wir mussten die Platten von Hand einsammeln und das übrige Baumaterial auf dem Dach sichern“, berichtet der Leonberg Feuerwehrkommandant Wolfgang Zimmermann. In dem betroffenen Gebäude neben dem Rathaus soll ein Pflegeheim entstehen.

Für die Leonberger Feuerwehrleute war es bei weitem nicht der einzige Einsatz am Sonntag. Kurz nach 14 Uhr wurde gemeldet, dass im Karl-Sonnenschein-Weg ein Baum auf die Straße zu fallen droht. Dann löste eine Brandmeldeanlage in einem Bürogebäude im Gewerbegebiet Riedwiesen aus. „Dort hatte der Wind Fenster aufgeschlagen. Durch eine Staubentwicklung löste der Rauchmelder auf“, sagt Zimmermann. Die Feuerwehr war vor Ort, konnte aber schnell an den Gebäudedienst übergeben.

In Warmbronn stürzten kurz später zwei Bäume im Burlachweg auf die Straße. Die Einsatzkräfte zersägten diese und räumte sie an den Rand. Auch am Frauenkreuz hielt ein Baum den kräftigen Böen nicht stand und kippte nahe der Vergärungsanlage auf die Landesstraße 1188. Auch hier wurde der Baum zersägt und zur Seite geschafft. Währenddessen hatte sich ein kurzer Stau gebildet. Wiederum kurze Zeit später kippten drei größere Tannen auf eine Telefonleitung entlang eines Feldweges am Glemseck. Die Feuerwehr sicherte den Mast und fällte die Tannen. 

„Heute Nachmittag waren wir mit 50 Leute aus den Abteilungen Warmbronn, Höfingen und Leonberg im Einsatz“, berichtet der Leonberger Gesamtkommandant.

Jeweils nur einen Einsatz vermeldeten die Feuerwehren in Rutesheim und Renningen. An der Straße zwischen Rutesheim und Heimerdingen war ein Baum umgestürzt. Ebenso in Renningen zwei Bäume an einem Feldweg nahe der Bergwaldhalle. Verletzte Personen wurden keine gemeldet.

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