Ehemaliges TSG-Gelände in Leonberg Lage und Größe machen Areal zur Perle

Von Arnold Einholz
In den zwölf Häusern des Pandionleon-Areals werden insgesamt 142 Wohnungen und drei Gewerbeeinheiten entstehen. Foto:  

Leonberg - Wir sind froh, dass der Sportverein sich entschieden hat, durch seinen Standortwechsel diese Perle freizugeben“, sagt der Leonberger Oberbürgermeister Georg Martin Cohn (SPD). Und er sollte nicht der einzige sein, der an diesem Tag ins Schwärmen gerät über die exponierte Lage und die sich daraus ergebenden Chancen und Gestaltungsmöglichkeiten für ein nicht alltägliches Wohngebiet.

Im Pandionleon-Areal sind die zwölf Häuser im Rohbau hochgezogen. Also Grund für den Bauherrn aus Köln, für den dieses Vorhaben der Startschuss für eine eigene Pandion-Niederlassung Stuttgart gewesen ist, zum Richtfest einzuladen. An der Jahn- und Strohgäustraße entstehen nach den Plänen des Berliner Architekturbüros Hascher Jehle auf dem ehemaligen Gelände der TSG Leonberg 142 barrierefreie Wohnung in zwölf Wohnhäusern. Gebaut werden auch 42 öffentlich geförderte Wohnungen – denn eine Vorgabe der Stadt ist, dass ein Viertel der Wohnungen preisgünstig vermietet werden sollen. Diese Wohnungen übernimmt ein Investor, der sie vermieten wird. Zum Areal gehören ferner drei kleinere Gewerbeeinheiten.

Größtes Wohnbauvorhaben

„Vor nicht einmal drei Jahren konnten wir den Startschuss für unser erstes Bauvorhaben im Großraum Stuttgart bekannt geben“, sagte Steffen Jüstel, der Leiter von Pandion in Stuttgart. Nun sei die Baustelle aktuell das größte Wohnungsbauvorhaben in Leonberg. In bester Lage am nördlichen Stadtrand gelegen, werde Pandionleon ein attraktives Umfeld und eine hohe Wohn- und Ausstattungsqualität bieten.

„Unser Wohnprojekt setzt städtebaulich Maßstäbe und wird sich dabei auch mit seinen öffentlichen Grün- und Freiflächen und einem allgemein zugänglichen Kinderspielplatz harmonisch in die bestehenden und gewachsenen Strukturen der Stadt und des Umfeldes einfügen,“ ist Jüstel überzeugt. Von den Wohnungen sind bereits 90 Prozent verkauft, und der Niederlassungsleiter rechnet damit, dass Ende 2022 die ersten Eigentümer einziehen können. Baubeginn auf dem rund 18 000 Quadratmeter großen Areal ist September 2020 gewesen. In den 84 000 Kubikmetern umbauten Raums entstehen 11 777 Quadratmeter Wohnfläche.

Zwei Tiefgaragen

Den Bewohnern werden in zwei Tiefgaragen 201 Stellplätze zur Verfügung stehen, denn die Stadt hatte einen Stellplatzschlüssel von 1,5 pro Wohnung verlangt. „Hier ist keine einfache Verkehrssituation und es wurde versucht, es allen Recht zu machen“, sagte Leonbergs OB. „Wir bauen auch ein Stück Leonberg, denn wir haben das Gelände auch erschlossen und werden der Stadt bedeutende Flächen als Straßen und Plätze zurückgeben“, sagte Steffen Jüstel.

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Zufrieden und dankbar zeigte er sich, dass Corona an den Vorhaben bisher vorbeigegangen ist. Obwohl zeitweise bis zu 110 Bauarbeiter und bis zu 70 Mitarbeiter der 20 Planungs- und Gutachterbüros auf der Baustelle zugegen waren, gab es keinen Infektionsfall. Lediglich aktuell gibt es Lieferschwierigkeiten für das Granulat, aus dem die Fenster gegossen werden – das könnte zu vier Wochen Zeitverzug führen.

Ideen werden Wirklichkeit

„Es ist immer spannend, die Übergänge zu begleiten und zu sehen, wenn die Idee Wirklichkeit wird“, sagte Sebastian Jehle vom gleichnamigen Architekturbüro, das Pandionleon städtebaulich geplant hat. Aufgabe sei gewesen, die Vorzüge der Lage in einem Bebauungsplan umzusetzen. „Eine solche Lage und Größe sind eine Rarität“, sagte der Professor an der Hochschule für Technik Stuttgart. „Es freut uns, dass der Investor bereit ist, Qualität umzusetzen.“

Den Richtspruch als Dank an Bauherr und Architekt und als Bitte um Gottes Segen für das Haus und seine späteren Bewohner hielt Polier Hans Bott von der Baufirma Züblin.

Hochwertig bauen

Bauherr
 Die Pandion AG mit Sitz in Köln befasst sich seit 2002 mit der Entwicklung, Realisierung und dem Vertrieb hochwertiger Wohn- und Gewerbeprojekte. Das inhabergeführte Familienunternehmen, das von Reinhold Knodel geführt wird, entwickelt Grundstücke an seinem Hauptstandort sowie in Bonn, Düsseldorf, Mainz, München, Berlin und jüngst auch in Stuttgart.

Wohnen und Gewerbe
 Derzeit plant und baut Pandion deutschlandweit rund 4700 Wohnungen und elf größere Gewerbeobjekte mit einem Verkaufsvolumen von insgesamt fünf Milliarden Euro, davon drei Milliarden Euro im Bereich Wohnen. Das Unternehmen beschäftigt mehr als 200 Mitarbeiter an den Standorten Köln, München, Berlin und Stuttgart. 

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