Ditzingen Das Zeltcafé öffnet wieder

Von Franziska Kleiner
Das Kulturfestival in der Glemsaue lockt alle Generationen an. Foto: factum/Archiv

Wer nicht im Urlaub ist, der kann auch zuhause etwas erleben. Das war, kurz zusammengefasst, der Grundgedanke eine Gruppe junger Leute, die daraufhin das Zeltcafé initiierten. Rund drei Jahrzehnte ist das inzwischen her. Seitdem gab es jedes Jahr in der Mitte der Sommerferien ein mehrtägiges Programm mit Konzerten, Lesungen, Kabarett, Comedy und kulinarischen Angeboten. Dann aber kam Corona. Die vergangenen zwei Jahre gab es deshalb kein Zeltcafé. „Den organisatorischen Aufwand hätten wir gar nicht leisten können“, sagt Birgit Schwinge vom Verein Zeltcafé. Gelände einzäunen, die Kontaktnachverfolgung sicherstellen – all das wäre für die Ehrenamtlichen nicht möglich gewesen. Doch die Auflagen sind passé und am Freitag geht es wieder los: Das Ditzinger Zeltcafé beginnt mit der Öffnung des Biergartens um 18 Uhr. Die Küche ist von 19 Uhr an geöffnet.

Was macht das Zeltcafé aus? Das Zeltcafé findet jedes Jahr in der Mitte der Sommerferien in der Glemsaue in Ditzingen statt. Getragen wird es von Zeltcafé e.V., einem gemeinnützigen Verein für Kulturförderung. Die Idee des Zeltcafés ist es, einmal im Jahr eine Reihe von Veranstaltungen zu organisieren, um Kultur so in der Breite zugänglich zu machen. In den drei Zirkuszelten werden unter anderem Konzerte, Lesungen, Satire, Comedy und auch kulinarische Verkostungen angeboten.

   

Was ist am Eröffnungstag geboten? Bei einem Abend der Biere bekommen die Festbesucher mit dem traditionellen Bierpass Einblick in die Bierwelt Nordrhein-Westfalens. Um 20 Uhr treten zudem The Faboulous South Tunes und Grillmaster Flash auf. The Fabulous South Tunes sind fünf Musiker aus dem Raum Stuttgart. Sie interpretieren Songs aus unterschiedlichen Genres in ihrem ganz eigenen Stil. Ob Soul, Funk, Blues, Jazz oder Rock, die Stücke sind so arrangiert und werden laut Veranstalter „so präsentiert, dass sich das Publikum zurücklehnen und genießen, oder aufstehen und mittanzen kann.“

Außerdem tritt Grillmaster Flash auf. Der Musiker aus Bremen wurde als Mitglied von Punkbands musikalisch groß, veröffentlichte 2015 sein erstes Soloalbum. Er singt „von den kleinen und großen Dingen der Welt. Vom Leben auf der Überholspur, oder wie die rechte Seite auf der Autobahn auch immer heißt“, heißt es dazu in der Ankündigung. Der Eintritt zu den Konzerten ist frei.

   

Was ist in den folgenden Tagen geplant? Am Samstag, 20. August, ist Future Franz mit seinen Gitarrenpopsongs zu hören sowie Simeon aus Stuttgart. Die Band bietet einen Mix aus funky Pop, Hip-Hop und Rap-Lyrics. Tags darauf, 21. August, gibt es von 11 bis 14 Uhr das traditionelle Weißwurstfrühstück. Zwischen 11 und 13 Uhr spielen außerdem die Ditzinger Motown Heroes. Dann wird Funk, Pop und Jazz von James Brown bis Billy Joel zu hören sein.

Der Eintritt ist auch frei zu „Hatha Yoga mit Shamminski“: mit dem Ditzinger Shammi Singh gibt es Montag, 22. August, um 18 Uhr Yoga. Alle Generationen können sich angesprochen fühlen. Am Dienstag öffnet der Biergarten ebenfalls um 18 Uhr, doch um 19.30 Uhr beginnt das Craft-Beer-Tasting mit Koerschbrew. Die Micro-Brewer von Korschbrew bringen das in Kleinstauflage gebraute Craft-Beer mit – sechs verschiedene Biersorten, alle in Ditzingen hergestellt. Einlass ist um 19 Uhr, der Eintritt kostet zehn Euro, Vorverkauf an der Theke. Der Kabarettist René Sydow tritt am Mittwoch, 24. August, 20 Uhr, auf. Er zeigt sein Programm „Heimsuchung“. Einlass: 19.30 Uhr, der Eintritt kostet 15 Euro.

Der Humorist und Slampoet Nektarios Vlachopoulos zeigt am Donnerstag, 25. August, 20 Uhr, seine Soloshow „Ein ganz klares Jein!“ Eintritt: 15 Euro. Am Freitag ist die Küche ab 19 Uhr geöffnet, es spielen von 20 Uhr an Blaucrowd Surfer und Orange Stable. Am Samstag, 27. August, findet der traditionelle Abschlussabend statt. Zu hören ist „Mixed Music“ vom fast schon legendären DJ Zufallswiedergabe. Der Eintritt ist am Abschlussabend ebenfalls frei.

   

Welche Veränderungen gibt es? Weil die Ehrenamtlichen in diesem Jahr nicht zuverlässig ein großes Küchenteam stellen können, haben die Organisatoren nach eigenen Angaben sowohl auf das traditionelle Maultaschenmassaker als auch die Spätzlesschlacht verzichtet.

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