Digitalisierung an Schulen 390 neue Tablets für Leonbergs Lehrer

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Jede Menge Tablets: Roman Peters, OB Martin Georg Cohn, Birgit Schurr von der Stadtverwaltung, Sandra Heyn und Brigitte Koch-Savel (von links). Foto: Simon Granville

Leonberg - Das sieht ja toll aus“, entfuhr es Oberbürgermeister Martin Georg Cohn begeistert, als er die nebeneinander aufgereihten Tablets auf den Tischen im großen Sitzungssaal des Leonberger Rathauses betrachtete. Mit dieser Lieferung wird die lang ersehnte Digitalisierung in den Leonberger Klassenzimmern endlich den nächsten Schritt gehen. Mit drei Schulleitern, die er ins Rathaus einladen hatte, übergab Cohn die Geräte symbolisch. Die insgesamt 390 neuen Tablets werden noch vor den Sommerferien an die Schulen ausgegeben, damit sich die Lehrkräfte über die Ferien mit den Geräten vertraut machen können. Finanziert werden sie über die Förderprogramme des Digitalpakts von Bund und Land. Die gesamte Investition kostete rund 168 700 Euro.

Corona beschleunigt Digitalisierung

Egal, in welcher Form nach den Sommerferien in den Schulen unterrichtet wird: Sandra Heyn, die Schulleiterin des Albert-Schweitzer-Gymnasiums in Leonberg, ist überglücklich, dass alle Lehrkräfte der Leonberger Schulen in städtischer Trägerschaft künftig mit neuen iPads von Apple ausgestattet sind. „Corona hat die Digitalisierung beschleunigt, und mit diesen Tablets ist künftig alles viel komfortabler, man muss nichts mehr auf den Stick laden und den Computer ewig hochladen“, sagte Heyn, die unter anderem Mathematik unterrichtet und ihren Klassen gerne mal die alten einfachen mechanischen Rechenhilfsmittel wie den Abakus oder den Rechenschieber erklärt.

Damit bekommen ihre Schüler eine Vorstellung, wie rasant sich die Technik in den letzten Jahrzehnten entwickelte. Künftig werde sie ihre Formeln und Rechnungen mit dem sogenannten Pencil direkt auf das Tablet notieren können. „Die Schüler müssen nicht mitschreiben, was ich an die digitale Tafel schreibe, sondern alle Geräte sind direkt verbunden und jeder hat den Aufschrieb vor sich“, so Heyn.

Bereits Anfang des Jahres hatte die Stadt über Fördermittel des Digitalpaktes insgesamt 600 Tablets beschafft. „Diese werden Schülern zu Verfügung gestellt, die kein geeignetes Endgerät besitzen, um am Fernlernunterricht teilzunehmen. Die Eltern stellen dafür einen Antrag“, sagte Sebastian Küster, der Pressesprecher der Stadt. Die Schule verleiht diese Geräte, am Schuljahresende müssen diese wieder zurückgegeben werden.

Für jede Schule in städtischer Trägerschaft wurde zudem in diesem Schuljahr mindestens ein Klassensatz Tablets (30 Stück) zur Verfügung gestellt. Diese werden für den Unterricht genutzt und dienen auch dazu, mit den Schülern in der Schule die Bedienung der Tablets im Fernlernunterricht einzuüben. Diese Unterrichtsgeräte wurden durch die Stadt Leonberg finanziert.

Wann gibt es schnelles WLAN?

Brigitte Koch-Savel, Schulleiterin der Mörike-Grundschule, wird nur noch kurz in den Genuss der neuen Tablets kommen, denn sie verabschiedet sich zu Beginn der Ferien in den Ruhestand. Ihre Nachfolgerin wird die bisherige Konrektorin Ebru Gelec. „Ich hoffe, dass die Mörikeschule möglichst schnell ein ordentliches WLAN bekommt“, sagte Koch-Savel.

Auch Roman Peters, der Schulleiter des Johannes-Kepler-Gymnasiums, ist froh, dass die Digitalisierung voran schreitet. „Wir haben damit vor einigen Jahren begonnen, dass jetzt auch die Lehrer mit einem Tablet ausgestattet sind, ist ein großer Schritt.“

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