Crowdfunding-Aktion in Rutesheim Ein Zeichen der Solidarität setzen

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Die Händler im Ort benötigen in Zeiten von Corona Unterstützung. Foto: Simon Granville

Rutesheim - Bei einem Brandbrief an die Politiker, mit dem sie auf die prekäre Lage von Einzelhändlern und Dienstleistern hinweisen, wollen es die Stadtverwaltung Rutesheim und und der örtliche Verein der Selbstständigen (VdS) nicht belassen. Nun wird an einer gemeinsamen Möglichkeit gearbeitet, mit einer Welle der Solidarität die coronabedingt gebeutelte lokale Wirtschaft zu unterstützen.

Erfolg versprechen sich Rathaus und VdS vom sogenannte Crowdfunding. Die Planungen sind soweit fortgeschritten, dass die Rutesheimer Wirtschaftsförderin Elke Hammer zu einer Informationsveranstaltungen einladen kann. Wer als Unternehmen erfahren will, wie sich mit Crowdfunding Händler, Dienstleister oder Handwerker unterstützen lassen, kann sich ab sofort per E-Mail an e.hammer@rutesheim.de zu den kostenfreien Online-Meetings anmelden.

Wichtige Vorbereitungsphase

„Crowdfunding bietet viele Vorteile. Wichtig ist allerdings eine gut geplante Vorbereitungsphase und das einschlägige Wissen“, sagt Elke Hammer. Das haben die Organisatoren der Stadt und des VdS bei der Rutesheimerin Nisha Munzig gefunden und sie als Referentin für die Kampagne „Crowdfunding Rutesheim“ gewonnen. Als zertifizierte Crowdfunding-Spezialistin ist sie die Expertin für Fragen rund um das Thema.

Doch was ist Crowdfunding? Es bedeutet, dass Menschen gemeinsam etwas verändern möchten, durch Geben und Nehmen. „Die Rutesheimer und Perouser Unternehmen haben viel zu geben, Produkte, Nahrung, Dienstleistungen. Allerdings sind ihre Möglichkeiten durch den Lockdown teilweise extrem eingeschränkt“, erläutert Elke Hammer. Es gehe um Existenzen, Kultur und Stadtleben, die bedroht sind.

Lebens- und liebenswerte Stadt

„Es geht um Rutesheim im und nach dem Lockdown, es geht darum, die Stadt so lebens- und liebenswert zu erhalten, wie sie ist“, lautet der Appell der Wirtschaftsförderin. Das Wort Crowdfunding setzt sich aus den englischen Begriffen Crowd (Menschenmenge) und Funding (Finanzierung) zusammen. Die Stadt und der VdS Rutesheim möchten die Bürger und die Unternehmen über eine Plattform zusammenbringen, um Solidarität und Lebensqualität vor Ort zu erhalten.

In bis zu sechs Wochen werden Investitionen von der Crowd generiert. Auf der Crowdfunding-Plattform können die Unternehmen selbst wählen, welche Gegenleistungen (etwa Gutscheine, Produkte, Projekte) sie ihren Unterstützern anbieten möchten. Diese wiederum wählen, was sie von wem möchten, können aber auch eine Geldspende hinterlassen.

Beitrag gegen die lokale Not

Was versprechen sich die Organisatoren? Zum einen werde die Politik auf die Lage aufmerksam gemacht und gleichzeitig ein Beitrag geleistet, die lokale Not zu lindern. Dabei haben die Teilnehmer die Möglichkeit zu entscheiden, wen und was sie unterstützen und können sich so mit ihrem direkten Umfeld solidarisieren.

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